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06.06.2008

Drucker und Kopierer sind Schlupflöcher für Datendiebe

Die EU-Agentur Enisa und das ZDF-Magazin "Frontal 21" warnen vor Gefahren durch Internet-verbundene Peripheriegeräte.

Viele Unternehmen seien sich der Gefahr nicht bewusst, erklärte die Agentur für Netzwerk- und Informationssicherheit Enisa in Brüssel. Über Hacker-Angriffe könnten Kriminelle in Netzwerke eindringen oder Einsicht in Dokumente nehmen, die auf an das Internet angeschlossenen Druckern gespeichert sind. Unternehmen müssten sich bewusst machen, dass Drucken und Kopieren nicht mehr so sicher sei wie zu Zeiten des Buchdruck-Erfinders Johannes Gutenberg, sagte Enisa-Chef Andrea Pirotti. Bei den von der Agentur untersuchten 350 Unternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien sei nur wenig Bewusstsein für diese Problematik vorhanden gewesen. Enisa berät seit drei Jahren die EU-Staaten und die Institutionen in Brüssel bei der Sicherung sensibler Computernetze.

Wie das ZDF-Fernsehmagazin Frontal 21 berichtete, sind auch Drucker und Kopierer, die ohne direkten eigenen Internet-Anschluss beispielsweise auf den Gängen vieler Unternehmen stehen, ein Sicherheitsrisiko. Bis zu 10 000 Dokumente könnten in der Regel auf den standardmäßig eingebauten Festplatten zwischengespeichert werden. Auch von Nicht-Experten ließen sich diese Inhalte vor Ort wiederherstellen. Voraussetzung dafür sei lediglich die Eingabe eines Super-Passworts, mit dem ein Angreifer die gleichen Rechte wie ein Wartungstechniker zugesprochen bekomme und alle zuletzt kopierten und gedruckten Dokumente rekonstruieren könne. Diese Passwörter fänden sich in den meisten Fällen öffentlich zugänglich in den digitalen Handbüchern der Geräte auf den Web-Seiten der Hersteller. (Simon Hülsbömer)