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15.08.2003 - 

Druckerfirmen Tally und Genicom fusionieren

MÜNCHEN (CW) - Der 1948 gegründete Ulmer Druckerpionier Tally GmbH (ehemals Mannesmann Tally) hat den Zusammenschluss mit dem ebenfalls auf professionelle Print-Lösungen spezialisierten US-amerikanischen Hersteller Genicom bekannt gegeben.

Mit der Fusion zu Tally-Genicom entsteht Angaben beider Firmen zufolge ein Unternehmen mit rund 1250 Mitarbeitern und einem Umsatz von deutlich mehr als 200 Millionen Dollar. Die Führung des künftig in Chantilly, Virginia, ansässigen Konzerns wurde dem bisherigen Chief Executive Officer (CEO) von Genicom, Arthur Gallo, übertragen. Die Aufgaben des Chief Operating Officer (COO) übernimmt Gebhard Morent, CEO von Tally. Initiiert und finanziert wurde der Zusammenschluss von der US-amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Arsenal Capital Partners.

Der bisherige Tally-Chef Morent räumte gegenüber der CW ein, dass sowohl Tally als auch Genicom bisher vor allem im Bereich Nadel- und Zeilendrucker positioniert waren - einem Segment, das aber seit Jahren stark rückläufig ist. Durch entsprechende Synergieeffekte wolle man nun Ressourcen "für organisches Wachstum in Zukunftsmärkten" schaffen.

Laut Morent gab es seit Monaten entsprechende Gespräche - vornehmlich auf der Ebene der Investoren. Arsenal Capital Partners hatte bereits im Januar Genicom gekauft, die hinter der Tally-Gruppe stehende Risikokapital-Gesellschaft Legal General Ventures, die 1996 den Management-Buyout der Ulmer aus dem Mannesmann-Konzern finanziert hatte, suchte seinerseits seit geraumer Zeit nach einem Ausstieg. Tally selbst habe, so Morent, nach gescheiterten Plänen für einen Börsengang im Jahr 1998 und Verlusten in den Folgejahren 1999 und 2000 inzwischen wieder den Turnaround geschafft. Über den Kaufpreis, den Arsenal Capital für Tally an Legal General entrichtet hat, wurde Stillschweigen vereinbart. Mittelfristiges Ziel sei aber in jedem Fall der Börsengang in den USA.

Das Unternehmen, zu dem Tally rund 160 Millionen Dollar Umsatz und über 800 Mitarbeiter beisteuert, wird bis auf weiteres nur in Nord- und Südamerika unter der neuen Dachmarke Tally-Genicom auftreten. In Europa, Afrika, Asien und in der Pazifikregion bleibe es dagegen bei Tally. Grund: Genicom hat noch eine Reihe gültiger Verträge mit Vertriebspartnern - in Deutschland respektive Europa unter anderen mit der CPG International. Hier müsse man, so Tally-Manager Morent, "noch das eine oder andere Gespräch führen". Grundsätzlich kämen auf Partner und Kunden jedoch mit dem Zusammenschluss keine negativen Überraschungen zu. Bestehende vertragliche Bindungen sowie Preise und Konditionen würden beibehalten. (mb/gh)