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29.11.2002 - 

PC- und Server-Sparte schreiben weiter rote Zahlen

Druckergeschäft rettet Hewlett-Packards Ergebnis

MÜNCHEN (CW) - Hewlett-Packard kann für das letzte Quartal des Geschäftsjahres 2002 ein solides Ergebnis präsentieren. Wichtigste Basis bleibt das Druckergeschäft. PC- und Server-Sparte steigerten zwar den Umsatz gegenüber dem vorhergehenden Quartal, stecken aber nach wie vor in den roten Zahlen.

"Wir sehen noch keine Anzeichen für eine Verbesserung und rechnen nicht mit einem starken Weihnachtsgeschäft", warnte HP-Chefin Carleton Fiorina anlässlich der Präsentation des Ergebnisses für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2002. Grund zum Jammern hat Fiorina dennoch nicht: Auch für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2003 erwarten die HP-Verantwortlichen mit Einnahmen in Höhe von 18,4 Milliarden Dollar ein zufrieden stellendes Ergebnis.

Im abgelaufenen Quartal erzielte Hewlett-Packard einen Umsatz von rund 18 Milliarden Dollar sowie einen Nettogewinn von 390 Millionen Dollar. Damit lag der Konzern bei den Einnahmen nur ein Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals, übertraf aber die Erwartungen der Analysten, die mit einem Umsatz von 17,3 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Der Profit wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich. HP hatte damals unter dem Strich ein Minus von 505 Millionen Dollar erwirtschaftet.

Die Cashcow bleibt HPs Druckersparte. Hier steigerte das Unternehmen seinen Umsatz im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn wuchs um 89 Prozent von 490 Millionen auf 926 Millionen Dollar. Dagegen gingen die Einnahmen der Segmente Enterprise Systems Group (ESG), Personal Systems Group (PSG) und Services im Vergleich zum Vorjahr jeweils zurück. Mit Servern und Speichersystemen verdiente HP im abgelaufenen Quartal 4,1 Milliarden Dollar. Das bedeutet ein Minus von fünf Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2001. Im Geschäft mit PCs und Notebooks sank der Umsatz um sechs Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. Allerdings gelang es den Kaliforniern, die Verluste in beiden Bereichen zu verringern. So verzeichnet die ESG ein Minus von 152 Millionen Dollar. Vor einem Jahr stand hier mit 299 Millionen Dollar ein fast doppelt so hoher Verlust. Die PSG reduzierte den Fehlbetrag von 377 Millionen Dollar im vierten Quartal 2001 auf aktuell 87 Millionen Dollar. Einziger Lichtblick neben der Druckersparte bleibt das Servicesegment. Hier verzeichnete HP bei Einnahmen von 3,1 Milliarden Dollar einen Gewinn von 381 Millionen Dollar.

Trotz des zwiespältigen Ergebnisses sieht Fiorina ihren Konzern auf dem richtigen Weg. Mit 651 Millionen Dollar sei das Sparziel von 500 Millionen Dollar in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2001/02 deutlich übertroffen worden. Dies sei ein Zeichen dafür, dass die Integration von Compaq planmäßig verlaufe.

Einsparungen in Höhe von 257 Millionen Dollar resultieren allein aus dem Stellenabbau. Statt wie geplant 10000 sind bislang bereits 12500 Arbeitsplätze gestrichen worden, berichtet die HP-Chefin. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2003 sollen insgesamt 17900 Jobs wegfallen. Das sind 1100 mehr als zuletzt geschätzt und 2900 mehr als zum Fusionsbeginn geplant.

Angesichts des konsequenten Vorgehens bei der Integration und der relativ guten Zahlen beurteilen auch die Analysten HPs Zukunft vorsichtig optimistisch. Im Vergleich zum vorangegangenen dritten Quartal sei bei steigenden Einnahmen ein Aufwärtstrend im PC- und Enterprise-Geschäft festzustellen, meint Steve Milunovitch von Merrill Lynch. Allerdings hatten die Umsätze der Monate Mai bis Juli 2002 der Segmente PSG und ESG den Tiefpunkt der beiden vergangenen Jahre gebildet. Die zuvor erzielten Einnahmen liegen deutlich höher. Vor diesem Hintergrund wird sich die positive Tendenz erst noch bestätigen müssen. (ba)

Abb: HPs Umsatz-Gewinn-Rechnung nach Sparten

Während Drucker und Services kontinuierlich Profit bringen, wirtschaften die PC- und Server-Sparte seit einem Jahr defizitär. Quelle: Hewlett-Packard