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12.05.1978

Druckprinzipien: Tintenstrahl und Kugelkopf

Fortsetzung aus CW Nr. 19

Drucker-Charakteristik

a) Typ/Zeichendarstellung

Zum Einsatz kommen Typenhebel-, Kugelkopf-, Typenrad-, Matrix-, Thermodrucker etc.

b) Druckleistung

In Zeichen pro Sekunde (Z/s) oder Zeilen pro Minute (Z1/M). Die typischen Werte liegen zwischen 30 und 200 Z/s. Manche Drucker können in beiden Richtungen, d. h. vorwärts und rückwärts drucken.

e) Schreibstellen pro Zeile

Anzahl der pro Zeile druckbaren Zeichen (Z/Z1). Meist 80 oder 132 Z/Z1.

d) Schriftteilung

Horizontaler und vertikaler Zeichenabstand in Zeichen/Zoll oder Zeilen/Zoll.

e) Zeichenvorrat

Größe des druckbaren Zeichenvorrats. Standardmäßig meist 64 Zeichen (Großbuchstaben, Ziffern, Sonderzeichen). Eine Erweiterung um Kleinbuchstaben (96 Zeichen-Satz) ist häufig als Zusatzeinrichtung möglich.

f) Formular

Formularführung

Am häufigsten werden eingesetzt: Andruck(Friktions)-, Traktor-, Stachelradwalzen-Führung.

Vorschubsteuerung

Steuerung des Formularvorschubs; über Lochstreifen, Fotoscheibe etc.

g) Anzahl Durchschläge

Abhängig von Papiergewicht und Druckertyp. Bei Non-impact-Druckern sind keine Durchschläge möglich.

h) Tabulation

Überspringen und direkte Ansteuerung von Druckpositionen. Bringt Zeitersparnis, da Tabulationsgeschwindigkeit ca. 10mal höher als Druckgeschwindigkeit.

Tastatur

a) Typ

Unterscheidung nach Schreibmaschinen-, Fernschreiber-, Datenerfassungs-Tastatur und Spezialtastatur.

b) Anzahl Tasten

Angegeben werden die Gesamt-Anzahl der Tasten, die Funktionstasten in () und - wenn vorhanden - die Anzahl der Programmfunktionstasten. Hinweis, ob integrierte oder separate Zehnertastatur vorhanden .

e) Zeichenwiederholung

Repetitionsfunktion für die zuletzt betätigte Taste. Das zuletzt eingetastete Zeichen wird bis zum Loslassen der Taste wiederholt.

Kennungsgeber

Software- oder Hardware-Einrichtung, um das Terminal vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Über einzugebende Paßworte prüft das Terminal die Berechtigung des Benutzers.

Anschluß

a) Anschluß an Zentraleinheit

Direkt

Direktanschluß über eine im Terminal integrierte Steuereinheit an einen Anschluß des Zentralrechners.

Über Steuereinheit

Anschluß über vorgeschaltete Steuereinheit für mehrere Terminals (speziell bei Mehrfach-Stationen) oder Anschluß über Vorschaltrechner (Data Communication Processor) oder Multiline-Controller, wobei diese auch Konzentrator-Funktionen übernehmen können. Die Verbindung wird im allgemeinen mittels Modems über Fernmeldewege realisiert.

b) Anschluß-Art

Bei der Punkt-zu-Punkt-Verbindung ist jedes Terminal durch einen ständig verfügbaren Übertragungsweg mit der ZE verbunden. Dadurch hat es jederzeit und unabhängig von den anderen Terminals Zugriff zur ZE.

In einem Mehrpunkt-Netz dagegen sind mehrere Terminals über einen gemeinsamen Übertragungsweg mit der ZE verbunden. Zu einer bestimmten Zeit hat jeweils nur ein Terminal Zugriff zur ZE, alle anderen sind währenddessen gesperrt und müssen warten.

e) Schnittstelle

Als Schnittstelle (Interface) wird die Grenze zwischen Datenendeinrichtung (Terminal) und Datenübertragungseinrichtung (Modem, Datenfernschaltgerät) bezeichnet. Auf dem US-Markt wird als Standard-Schnittstelle RS-232 B oder C verwendet. Die RS-232 C entspricht der in Europa eingeführten CCITT-V24-Schnittstelle.

d) Max. Entfernung zu Steuereinheit / Modem

Entfernung von Terminal zu Steuereinheit bzw. Modem. Bei einer in der Fernschreibtechnik üblichen Schnittstelle (z. B. TTY) ist eine Entfernung bis ca. 20 km möglich. Bei einem Interface nach CCITT V24 bzw. V28 können Entfernungen bis zu ca. 15 km überbrückt werden. Bei Spezial-Interface (Koaxialanschluß) können bis zu 1500 m überbrückt werden.

Dies ist nur bei einigen Modellen möglich.

Datenübertragung

a) Nachrichtenformat

Darunter versteht man das Format der Übertragung. Die einfachsten Geräte sind nur in der Lage, zeichenweise zu senden (Teletype Modus). Um eine effizientere Übertragung zu realisieren und gegebenenfalls noch Prüfungen des Nachrichtenblocks vornehmen zu können, ist eine blockweise Übertragung erforderlich.

b) Übertragung

Übertragungsart

Im wesentlichen unterscheidet man nach synchroner (blockweiser) und asynchroner (zeichenweiser) Übertragung.

Übertragungspuffer

Speicherbereich im Terminal, der die zu übertragende oder empfangende Information zwischenspeichert.

Übertragungs -Modus

Es sind drei Verfahren zu unterscheiden:

1. Simplex (sx)

Übertragung der Daten nur in eine Richtung möglich.

2. Halbduplex (hdx)

Übertragung der Daten in beide Richtungen möglich. Bei Richtungswechsel der Übertragung muß umgeschaltet werden, was Umschaltzeiten und dadurch bedingte Zeitverluste mit sich bringt.

3. Vollduplex (dx)

Übertragung der Daten gleichzeitig (parallel) in beide Richtungen möglich.

Übertragungscode

Als Übertragungscode kommen primär ASCII und EBCDIC zum Einsatz.

c) Übertragungsgeschwindigkeit

Übertragungsrate in bit pro Sekunde (bps oder Baud). Die Übertragungsrate ist u. a. abhängig von der verwendeten Leitungsart. Telexnetz = 50 bps, Datexnetz bis 300 bps, Fernsprechnetz bis 2400 bps, Standleitungen bis 48 000 bps.

d) Polling/Adressing

Sollen mehrere Terminals an eine Leitung angeschlossen werden (Mehrpunktverbindung), ist eine Übermittlung der Geräteadresse bei der Übertragung erforderlich (Adressing).

Die Terminals können bei dieser Art nicht übertragen, wenn der Benutzer die Sendetaste betätigt, sondern werden vom Computer her "abgerufen" (polling), um ein Überschneiden von Nachrichten verschiedener Terminals zu vermeiden.

e) Fern-Ein-/Ausschaltung

Möglichkeit, das Terminal vom Zentralcomputer aus per DFÜ ein- und wieder auszuschalten, beispielsweise für automatischen Datenabruf während des billigen Nachttarifs.

f) Prozedur

Das Verfahren und die Regeln für die zeitliche Reihenfolge des Datenaustausches mit dem Zentralrechner sind in der Prozedur (Übertragungsprozedur, Leitungssteuerung) fest vereinbart.

Die bekanntesten Prozeduren sind BSC (Binary Synchronous Communication) IBM 3270/2780/3780, MSV (Medium Speed Version) Siemens, Honeywell-Bull VIP 7700, Univac Uniscope, TWX (Start/Stop-Prozedur).

Angaben über vorhandene Standardprozeduren.

Zusatzeinrichtungen

Hier sind alle als Zusatzeinrichtungen verfügbaren Komponenten aufgelistet wie spezielle Tastaturen, Drucker, Magnetbandkassetten-Einheiten etc.