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30.10.1987 - 

Nur erfahrene Händler können guten Service bieten:

DTP-Anwender lösen Probleme meist allein

REGENSBURG (pi) - "Der Motor für die Einführung von Desktop-Publishing (DTP) ist derzeit die nach außen gerichtete Kommunikation." Zu diesem Ergebnis kam eine Bedarfsanalyse, die Gerhard Brand vom Beratungsunternehmen M.Tec kürzlich im Rahmen eines Symposiums über Desktop-Publishing an der Fachhochschule Regensburg vorstellte.

DTP werde von den befragten Unternehmen vorrangig als Instrument gesehen, mit dem sich das Erscheinungsbild einer Firma besser gestalten lasse, so der Berater. Kurze Produktionszeiten und schnelle Aktualisierungszyklen würden dabei ebenso geschätzt wie eine integrierte Text- und Bildverarbeitung. Die hohen Erwartungen an DTP würden kaum durch negative Aspekte geschmälert. Höhere Kosten befürchten nur 17 Prozent der potentiellen Anwenderunternehmen. Dennoch seien die Unsicherheit und das Informationsdefizit gerade auch bei Kosten-/Nutzen-Überlegungen erheblich.

Die Resonanz auf die Tagung sei mit 250 Teilnehmern unerwartet groß gewesen, erklärte Eckardt Günther, Leiter der Abteilung Fortbildung beim Ostbayerischen Technologie Transfer Institut (Otti) e.V. In der die Tagung abschließenden Podiumsdiskussion habe sich gezeigt, daß auch Apple-Anwender Probleme mit ihren DTP-Systemen hätten, beispielsweise eine eingeschränkte Funktionstüchtigkeit bei älteren Pagemaker-Versionen, wenn mehr als 20 Seiten in einem Dokument bearbeitet werden, sowie Probleme mit dem deutschen Zeichensatz und "unsinnige Trennhilfen".

Beim Ventura Publisher von Rank Xerox gäbe es ähnliche Probleme. Durch diverse Software-Fehler, die aufgrund der Verwendung unterschiedlichster MS-DOS-Software entstünden, seien durchschnittliche DV-Händler zum Teil in der Betreuung ihrer Kunden überfordert. DV-Händler seien offensichtlich dann in der Lage, den Kunden einen guten Service zu bieten, wenn sie mit einer firmeneigenen Installation selbst umfangreiche Erfahrungen gesammelt hätten.

Zusammenfassend stellten die Veranstalter fest, daß es das für jedes Einsatzgebiet perfekte DTP-System noch nicht gibt. In jedem einzelnen Betrieb müsse zunächst einmal durch eine differenzierte Ist-Analyse der Bedarf geklärt werden. Erst dann könne entschieden werden, welche Systeme für die Wünsche des Anwenders geeignet sind.

Ein gewisser Widerspruch ist nach Auffassung des Otti-Sprechers nicht zu übersehen: Derzeit würden die benutzerfreundlichsten Einzelkomponenten und Systeme offensichtlich auf Apple-Systemen angeboten, während die meisten Anwenderfirmen daten- und hardwaremäßig in der MS-DOS- beziehungsweise Unix-Welt zu Hause sind. Aus diesem Grund müsse bei DTP-Investitionen den Schnittstellen und der Datenübertragung größte Beachtung geschenkt werden. Bände zu dieser Tagung sind begrenzt verfügbar bei der Otti-Fortbildung, Dr.-Martin-Luther-Straße 10, 8400 Regensburg, Telefon 09 41/5 27 00.