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05.05.1995

Du Pont tauscht neues Office gegen alte Version User klagen ueber mangelhafte Software- und Supportqualitaet

FRAMINGHAM (IDG) - Die Qualitaet von Applikationen laesst nach Auffassung vieler Benutzer immer mehr zu wuenschen uebrig. Anwender kritisieren vor allem Maengel in der Funktionalitaet sowie sich haeufende Fehler. Die Du Pont Co., Wilmington, Delaware, beispielsweise will mit Microsofts aktueller Mac-Version 4.2 der Buero-Suite "Office" nichts mehr zu tun haben und installiert eine aeltere Ausfuehrung des Produkts auf Tausenden von Rechnern.

Veraergert zeigen sich derzeit zahlreiche Anwender, wenn es um die Softwarequalitaet geht. So klagen Benutzer etwa darueber, dass Softwarepakete heutzutage wesentlich mehr Fehler aufwiesen und der Support der Produkte schlichtweg schlechter sei, als in frueheren Jahren.

In einer von der CW-Schwesterpublikation "Computerworld" kuerzlich durchgefuehrten Studie erklaerten knapp zwei Drittel von 100 Anwendern, auf zusaetzliche Features zugunsten einer groesseren Stabilitaet verzichten zu wollen. Ueber 66 Prozent der Auskunftgeber beklagten zudem, dass die internen Supportkosten pro Rechner in den letzten drei Jahren gestiegen seien, die Unterstuetzung der einzelnen Anwendungen durch die Anbieter sich jedoch gleichzeitig verschlechtert habe. 51 Prozent der Befragten vermeiden es zur Zeit, in Software-Upgrades zu investieren.

Auch beim Chemiekonzern Du Pont scheint man schlechte Erfahrung mit einem Software-Upgrade gemacht zu haben. Der US-Chemiegigant ist mit der aktuellen Version von Microsofts Office unzufrieden und tauscht das auf Tausenden Firmenrechnern installierte Mac- Paket aufgrund der "sehr vielen Fehler und des zu langsamen Ablaufs" kurzerhand gegen eine aeltere Ausfuehrung aus. "Microsofts Office fuer den Mac ist schlichtweg ein Desaster", begruendet David Pensak, User-Support in der Forschungsabteilung bei Du Pont, den Wechsel.

Ebenso ist man bei der Megahertz Corp., Salt Lake City, nicht gut auf Microsoft zu sprechen - und das anscheinend bereits seit Jahren. "Es schockiert mich, wie viele Fehler immer noch in Windows vorhanden sind", wettert Robert Chambers, Software- Entwickler bei der Healthsource South Carolina Inc., Charleston ueber Microsofts aktuelles Betriebssystem. Es sei erstaunlich, so Chambers, wie tolerant manche Anwender geworden seien, obwohl ein Absturz der grafischen Benutzeroberflaeche ein- bis zweimal taeglich vorprogrammiert sei. Einige Marktbeobachter erklaeren die sich haeufenden Qualitaetsmaengel mit der verschaerften Konkurrenz im DV- Business. Der Zwang zum Sparen schlage sich unweigerlich auf Softwaretests, Qualitaetssicherung sowie den Support durch.