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Duffield nur noch Stratege

Duffield nur noch Stratege Schwere Unruhen im Management von Peoplesoft

19.03.1999
SAN MATEO (IDG) - Anfang letzter Woche wollte der Peoplesoft- Gründer und Chief Executive Officer (CEO) Dave Duffield (58) seinen Arbeitsplatz für einen Nachfolger räumen. Nun dementiert das Unternehmen. Gleichzeitg gab sein Bruder Al Duffield bekannt, von seinem Posten als Senior Vice-President Field Operations zurückzutreten.

Anscheinend ist es dieser Tage nicht nur schwer geeignete Mitarbeiter zu finden, auch adäquate CEOs sind Mangelware. Peoplesoft jedenfalls bemühte sich eigenen Angaben zufolge fast ein Jahr, eine neue Führungspersönlichkeit zu finden. Ein nicht namentlich genanntes Personal-Management-Unternehmen sei mit der Suche beauftragt - bisher erfolglos.

Vielleicht hält die Flaute im ERP-Markt potentielle Aspiranten ab. Jedenfalls wollte Duffield, der Peoplesoft Anfang der 80er Jahre aus der Taufe gehoben hatte, künftig dem Unternehmen als "Visionär, Stratege und Meister der Kultur und Kundenpflege" mit Rat und Tat zur Seite stehen, sagte Andrew McCarthy, Unternehmenssprecher von Peoplesoft vergangene Woche. Anscheinend hat er es sich anders überlegt, denn zu Beginn dieser Woche hieß es aus dem Hauptquartier "Duffield bleibt". Gesucht werde nun ein Chief Operating Officer (COO), der Duffield vom Tagesgeschäft entlasten soll.

Analysten: Zeit für den Wechsel ist gekommen

Analysten sind der Ansicht, daß die Zeit für einen Wechsel bei Peoplesoft gekommen sei. Das immer härter werdende operative Tagesgeschäft, bei dem Peoplesoft wie auch andere ERP-Anbieter einem abgeschwächten Wachstum entgegensieht, solle der 58jährige einem Nachfolger überlassen. Aufgrund des für Analysten und Anleger enttäuschenden Umsatzes des abgelaufenen Geschätfsjahres von 1,3 Milliarden Dollar hat das Unternehmen zum ersten Mal in seiner Geschichte Mitarbeiter entlassen müssen. Eine Maßnahme, die Duffield, der unter Fachleuten als nettester CEO der US- Softwarebranche gilt, besonders schwer gefallen sein muß, wie Insider berichten. 430 Personen mußten bei den von Peoplesoft als "Vorbeugemaßnahmen" deklarierten Stellenstreichungen den Hut nehmen.

Gesucht werde nun eine Persönlichkeit, die an die Erfolge des Unternehmens anknüpfen könne und Peoplesofts Marktanteile weiter ausbaut, erklärt Sprecher McCarthy. Derzeit ringt die Softwareschmiede aus Pleasanton mit Oracle um Platz zwei im ERP- Markt hinter SAP. Um den Anschluß nicht zu verlieren, haben die Softwerker in den vergangenen Monaten eine Reihe von E-Commerce-, Data-Warehouse- und betriebswirtschaftlichen Analyse-Produkten angekündigt (siehe Seite 16).