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17.09.1999 - 

Auch die Technik stellt noch ein Handikap dar

Dumpingpreise für Glasfaser machen Richtfunkern Sorgen

FRANKFURT/M. (pg) - Der drahtlose Teilnehmeranschluß ist in aller Munde. Kurz nach Vergabe der Richtfunkfrequenzen durch den Regulierer beherrschte das Thema auch die Itex in Frankfurt. Auf dem Handelsforum für Carrier wechselten optimistische mit warnenden Tönen.

Wenige Tage nach Bekanntgabe der zwölf Lizenznehmer im zweiten Richtfunkverfahren herrscht im Lager der Auserwählten Aufbruchstimmung. In Frankfurt gaben sich zumindest die anwesenden Vertreter der Anbieter Star One und Broadnet bei einer Podiumsdiskussion zuversichtlich. Ihr erklärtes Ziel ist, der Telekom im Ortsnetz mit der Point-to-Multipoint oder auch Wireless Local Loop (WLL) genannten Technologie Kunden abzujagen.

"Es werden sich drei oder vier Provider am Markt behaupten, aber der größte Konkurrent ist die Telekom", sagte Karlheinz Huber von der KWH Consult GmbH. Der TK-Berater, der die Ausschreibung für Broadnet abwickelte, sieht das größte Umsatzpotential für die Anbindung per Richtfunk in den "Speckgürteln um die Ballungsgebiete". Dort seien viele Unternehmen terrestrisch noch nicht ausreichend angebunden.

Mit der Betonung auf Unternehmen wird die Marschroute der meisten Anbieter klar. Zumindest Huber und auch Ludwig Hoffmann, Vorstand von Star One, ließen keine Zweifel daran, zunächst primär Geschäftskunden ins Visier zu nehmen. Neben der Klientel im Vorstadtbereich will Star One sein Glück auch in den Ballungs- und Geschäftszentren versuchen. Der Grund: In Hochhäusern kann bei geringstem technischen Aufwand die höchste Teilnehmerdichte erzielt werden.

Doch in diesem Bereich müssen sich die WLL-Anbieter auf harte Konkurrenz der Betreiber von Glasfasernetzen einstellen. In umkämpften Metropolen, weiß Hoffmann, ist der Monatspreis für eine 2-Mbit/s-Glasfaserleitung bereits auf 700 Mark gefallen. Star One will sich deshalb auf Kunden konzentrieren, deren Lokationen mindestens 500 Meter von einem Glasfaserring entfernt sind.

Als weiteres Handikap für die Projekte stellt sich die Technik heraus. Auf der Itex war zu hören, daß die Hersteller von Richtfunksystemen in Entwicklung und Produktion noch Defizite aufweisen.