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08.09.2000 - 

Statusbericht zum Internet veröffentlicht

Durch den Internet-Boom in Europa und Asien schwindet US-Dominanz im Netz

MÜNCHEN (CW) - Je stärker das Internet wächst, desto geringer wird der Einfluss der USA auf das weltweite Datennetz. Einem aktuellen Bericht des United States Internet Council zufolge lebt mittlerweile die Mehrzahl der rund 304 Millionen Internet-Nutzer außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas.

Seit Veröffentlichung des letzten Statusberichts des Internet Council vor einem Jahr wuchs die weltweite Online-Gemeinde von rund 171 auf 304 Millionen Anwender. Die Zahl der Websites hat sich in der ersten Hälfte dieses Jahres auf mehr als zwei Milliarden Sites verdoppelt. Die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung waren von Anfang an die USA. Noch immer sind 78 Prozent aller Websites in englischer Sprache verfasst - bei den E-Commerce-Angeboten liegt dieser Anteil sogar bei 96 Prozent. Dem diesjährigen Bericht zum Thema "State of the Internet" zufolge wird sich daran so schnell auch nichts ändern, da noch immer etwa 70 Prozent aller Websites auf US-Servern gehostet sind und sich Englisch als Verkehrssprache im weltweiten Datennetz eingebürgert hat.

Was die Zahl der Online-Anwender betrifft, wird es nach Einschätzung der Experten jedoch nicht mehr lange dauern, bis die anderen Länder aufholen werden. Schon jetzt lebe weniger als die Hälfte der weltweiten Internet-Gemeinde in den USA und Kanada. Dieser Trend werde sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Vor allem die steigende Online-Nutzung in Europa und Asien bildet dem Internet Council zufolge ein immer stärkeres Gegengewicht zu der US-Dominanz im Netz. Zurzeit gebe es in Europa rund 83 Millionen und in Asien 69 Millionen Surfer. Zusammen haben diese beiden Kontinente also mehr Internet-Anwender als Nordamerika. Der gute Schnitt ist insbesondere Skandinavien zu verdanken: Durch den Boom in der Drahtlos-Kommunikation ist die Verbreitung von Online-Anschlüssen in den skandinavischen Ländern sogar um bis zu 13 Prozent höher. Eine ähnliche Entwicklung ist in Japan zu beobachten. Nur Afrika hat noch einen weiten Weg vor sich. Am fortschrittlichsten zeigt sich hier Südafrika mit mehr als einer Million Surfern, gefolgt von Ägypten mit rund 50000 Online-Anwendern.

Das Internet Council mit Sitz in Washington D.C. ist eine von der US-Industrie geförderte Arbeitsgruppe, die einmal im Jahr einen Bericht über die Größe und Nutzung des Internet herausgibt. Der "Internet Report 2000" basiert auf deren eigenen Erhebungen sowie auf den Untersuchungen diverser Organisationen und Unternehmen in den vergangenen sechs Monaten. Weitere Informationen zum "Internet Report 2000" unter http://www.usinternetcouncil.org

Abb: Trotz Internet-Boom in Europa und Asien - Verkehrssprache im Netz ist nach wie vor Englisch. Quelle: Global Reach