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28.03.1978 - 

Anwenderbericht Fruchtimport P. van Wylick GmbH, Düsseldorf:

Durch Terminal-Verbund jährlich 100 000 Mark gespart

Die Fruchtimport P. van Wylick GmbH, Düsseldorf, mit elf Filialen einer der Großen der Fruchtbranche, hat sich 1977 als erstes Unternehmen dieser Art für ein Datenverbundsystem entschieden. Neben einem in Düsseldorf stehenden Zentralrechner des Typs Dietz 600 werden in den nächsten Wochen in den elf zentral geleiteten Niederlassungen "Processing Terminals" der Serie MDS 21 installiert. Mit diesen freiprogrammierbaren MDS-Systemen für Erfassungs- und Verarbeitungsaufgaben will die van Wylick GmbH die in den Niederlassungen eingesetzten Nixdorf-Magnetkontencomputer ablösen. Durch die geplante Datenübertragung wird die Zentralverwaltung künftig jederzeit in der Lage sein, die für Einkaufsdispositionen notwendigen Informationen von den in Großmärkten gelegenen Niederlassungen zu beschaffen.

Schon Ende der 60er Jahre hatte das Unternehmen, das heute einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Mark erreicht, als einer der ersten Fruchtimporteure die EDV eingeführt. Damals gehörten die von uns eingesetzten Magnetkontencomputer zu den modernsten in der mittleren Datentechnik. Mit diesen Geräten war schon eine schnelle und problemlose Artikelverwaltung möglich. Die Fakturierung konnte täglich in vollem Umfang erledigt werden. Durch die tägliche Auflistung der Artikelkarten wurde eine aussagefähige Tagesstatistik geschrieben, die auf dem Postweg an die Zentrale ging. Am nächsten Tag konnten alle wichtigen Daten für die Einkaufsdispositionen in der Zentralverwaltung aufbereitet werden. Nicht nur der Einkauf, sondern auch die Finanz- und Betriebsbuchhaltung nutzten diese Daten für die Erstellung der monatlichen kurzfristigen Erfolgsrechnung pro Filiale.

Obwohl die Magnetkontencomputer noch voll ihren Dienst taten, hatte man sich in der Zentrale bereits Ende 1976 nach zeitgemäßen DV-Anlagen und Lösungsmöglichkeiten umgesehen und einen entsprechenden Anforderungskatalog ausgearbeitet.

Mit acht EDV-Herstellern wurden Verhandlungen aufgenommen, die im Jahre 1977 zu einer Auftragserteilung an MDS führten. Die jeweilige Systemkonfiguration sieht dabei wie folgt aus: Zentraleinheit 44 K mit 2 Diskettenlaufwerken, 1 Arbeitsplatz mit Bildschirm (1920 Zeichen), Typenraddrucker MDS 2141 (45 Zeichen/Sekunde) und Datenübertragungssteuereinheit. Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von MDS waren folgende Gründe:

- leichte, unkomplizierte höhere Programmiersprache,

- Möglichkeit der Datenübertragung zu vernünftigen Preisen,

- großzügiges und einwandfrei funktionierendes Betriebssystem,

- verhältnismäßig geringer Wartungsaufwand = niedrigere Wartungskosten,

- Kompaktheit der Anlage,

- einfache Bedienung,

- Erweiterungsmöglichkeiten (zum Beispiel zweiter Bildschirm, zusätzliches Floppy-Laufwerk).

Nachdem zwischenzeitlich 90 Prozent der Programme fertiggestellt und getestet sind und ein dreimonatiger Intensivtest durchgeführt wurde, kann festgestellt werden, daß eine richtige und für das Unternehmen optimale Lösung gefunden wurde.

Die neuen MDS-Systeme setzen wir für Fakturierung, Artikelverwaltung, Debitorenbuchhaltung und Erstellung von Tagesprotokollen ein.

Die einzelnen Tagesbewegungen bei den Artikeln, bei Debitoren und bei den Kassen werden im Tagesprotokoll zusammengefaßt. Anschließend werden die wichtigsten Daten pro Artikel wie Bestand und verkaufte Kolli, Kilogramm, Umsatz, Durchschnittsumsatz, Ergebnis sowie eingegangene Zahlungen der Debitoren per Wählleitung an die Zentrale in Düsseldorf übertragen. Dadurch sind die für Einkaufsdispositionen notwendigen Informationen von allen Filialen bereits kurz nach Abschluß eines Tages verfügbar. In der Vergangenheit wurden diese Informationen nur auf dem Postweg zugestellt und trafen in der Zentrale ein, wenn die Daten bereits überholt waren.

Auf arbeitstechnischem Gebiet hat das neue System MDS 21 für "Distributed Processing" dahingehend Erleichterungen gebracht, daß die Bedienung auch von Nicht-EDV-Fachkräften ausgeführt werden kann. Zudem entfallen die sehr zeitaufwendigen Bewegungen der Magnetkonten. Denn sämtliche Listen werden vom MDS 21/40 vollautomatisch gedruckt. Die neue Lösung bringt nicht zuletzt gegenüber den bisher eingesetzten Magnetkontencomputern eine Jahreseinsparung von 7500 pro Filiale beim System und 1600 Mark bei der Wartung, also insgesamt 9100 Mark. Für das Unternehmen ergibt sich somit eine jährliche Ersparnis bei elf Geräten in Höhe von 100 000 Mark.

*Dipl.-Kfm. Andreas Toth ist Mitarbeiter der P. van Wylick GmbH, Düsseldorf