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26.10.2004

Durchbruch für Linux?

Ein Fünftel der deutschen Unternehmen nutzt das quelloffene Betriebssystem.

Im Jahr 2004 hat Linux den Durchbruch geschafft, erklärte Eduard Stupening, Leiter des Consulting-Bereichs bei der Meta Group Deutschland. Er stützt sich auf eine Befragung von 354 deutschen Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern, die die Marktforscher im September vorgenommen haben. Demnach setzen 19 Prozent bereits in irgendeiner Form das quelloffene Betriebssystem ein. Für andere Open-Source-Software liegt der Wert bei durchschnittlich sechs Prozent.

Große Unternehmen haben dabei die Nase vorn. So liegt der Linux-Einsatzgrad in Firmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern bei über 50 Prozent. Dagegen nutzen Betriebe mit 50 bis 99 Beschäftigten nur zu rund zehn Prozent das offene System.

Verändertes Kaufverhalten

Viele Manager diskutierten den Ausbau ihrer IT-Infrastruktur nicht mehr nach der Devise "Was geht alles?", sondern stellten die Frage "Was reicht aus?", erläuterte Stupening auf der Münchner Messe Systems. Die ökonomischen Aspekte von Open-Source-Software zwängen die Anbieter, den Wertbeitrag ihrer Produkte unter betriebswirtschaftlichen Aspekten neu zu taxieren. Damit verbunden sei ein verändertes Ausgabeverhalten der Kunden.

Vorreiter in Sachen Open Source sind hierzulande die Branchen Transport, Versorger und Telekommunikation, lautet ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. Auch die öffentliche Hand sowie Handelsbetriebe gehörten zu den Pionieren. Dagegen wiesen Fertigungsunternehmen und Finanzdienstleister noch eine geringe Penetration auf.

Eine nicht mehr ganz neue Erkenntnis der Auguren: Der Einsatzschwerpunkt von Open-Source-Software ist das Internet. Zu den wichtigsten Nutzungsarten zählt die Meta Group Datenbanken, Software-Tools, Sicherheit, E-Mail und klassische Netzdienste. Der Einsatzgrad solcher Systeme liege in Deutschland jeweils über 50 Prozent.

Rund 70 Prozent der Unternehmen, die Open Source nutzen oder dies planen, können sich vorstellen, dass derartige Software künftig auch auf geschäftskritischen Servern eingesetzt wird.

Weniger optimistisch äußerten sich die Befragten zum Thema Linux auf Arbeitsplatzrechnern. Nur ein Drittel glaubt, dass geschäftskritische Anwendungen auch den Desktop erreichen werden. Die Gründe gegen einen Einsatz von Linux als Client-Betriebssystem lägen zu 50 Prozent in der Fokussierung auf Microsoft-Produkte. Andere Bedenken hätten mit dem Migrationsaufwand auf Open-Source-Software zu tun.

Zurückhaltend bewertet die Meta Group auch die Perspektiven von Dienstleistern, die etwa Open-Source-Projekte implementieren oder Schulung und Beratung liefern. Deren Angebote fänden gegenwärtig nur wenig Zuspruch. Deutsche Unternehmen griffen überwiegend auf interne Ressourcen zurück. (wh) u