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22.04.1994

Durchgeschleifter SCSI-Port:

Was passiert, wenn Sie sich ein zusaetzliches SCSI-Geraet kaufen? Fragen Sie, ob das Geraet einen durchgeschleiften SCSI-Port hat. Falls nicht, koennen Sie das CD-ROM-Laufwerk nur am Ende einer SCSI-Kette anschliessen. Dies ist vor allem bei portablen und externen Geraeten wie dem Apple Power-CD haeufig der Fall.

Die Loesung aller Probleme?

Mit dem urspruenglichen SCSI (SCSI I) entstand mit der Zeit ein Wildwuchs an herstellereigenen Befehlen, der die SCSI-Geraete flugs wieder inkompatibel machte. Zudem gab es fuer einige Geraeteklassen, etwa fuer CD-ROM-Laufwerke, keinen ausreichenden Befehlssatz. 1986 begann man mit der Entwicklung des zu SCSI I kompatiblen SCSI-II- Standards. Dessen wesentlicher Vorteil ist es, dass man hier zehn Geraeteklassen mit Standardbefehlssaetzen definierte, so dass heute ein SCSI-CD-ROM-Laufwerk an jedem SCSI-Controller mit entsprechenden Treibern laeuft. SCSI-II-Geraete arbeiten auch an SCSI-I-Controllern. Trotz aller Werbung ist SCSI II allerdings nur ein De-facto-Standard, der bis heute nicht endgueltig verabschiedet ist.

Der bisher nur optional vorgesehene, sehr schnelle Synchrontransfer ist jetzt Pflicht und wurde um eine neue Fast- SCSI genannte Betriebsart erweitert. Diese ermoeglicht synchronen Datentransfer mit bis zu 10 MB pro Sekunde, der Befehlstransfer erfolgt allerdings wie bisher asynchron. Die Geraetetypen bei SCSI II besitzen jeweils eine eigene "Media-Type"-Kennung: Fuer jede dieser Gruppen gibt es einen Befehlssatz, den ein SCSI-II- konformes Peripheriegeraet unterstuetzen muss. Die Gruppen sind:

- Direct Access Devices - etwa Festplatten, Wechselplatten und Diskettenlaufwerke;

- Sequential Access Devices - alle Arten von Bandlaufwerken, bei denen man nur aufeinanderfolgend in eine Richtung Daten uebertragen kann;

- Printer Devices wie Drucker oder Plotter;

- Processor Devices, etwa fuer schnelle Rechner-Rechner-Kopplung;

- Communication Devices wie Modems oder auch alle Netzwerkkarten;

- Medium-Changer-Devices, also Platten-, Band-, CD-Wechsler und Scanner;

- Write Once Devices - Archivierungsmedien wie CD-ROM-Schreiber. Hier wird neben Befehlen zum Lesen von Daten auch die Steuerung der Audiofunktionen des Laufwerks festgelegt. Der Befehlssatz enthaelt jedoch nicht die Photo-CD-spezifischen Aufzeichnungsformate, fuer die die Hersteller von CD-ROM-Schreibern eigene Befehle entwickeln.

- Die Befehle fuer optische Speichergeraete aehneln denen fuer Direct Access Devices, beinhalten aber spezielle Kommandos wie Pre-Erase, also das explizite Loeschen eines Blocks, bevor er sich wieder beschreiben laesst.

Damit hat sich SCSI mit der zweiten Version zu einer Universal- Bus-Schnittstelle gemausert, die nicht nur Massenspeicher, sondern alle Geraete ansprechen kann.

Was ist MPEG?

MPEG ist ein fuer Multimedia-Anwendungen interessantes Kompressionsverfahren fuer Videodaten. Durch dieses System lassen sich jetzt beispielsweise mit einer MPEG-Decoder-Steckkarte Videosequenzen in voller Bildschirmgroesse auf dem PC in Echtzeit und mit unverminderter CD-Audioqualitaet abspielen. Sie koennen also mit Ihrem PC eine CD laufen lassen, die Ihnen bis zu 74 Minuten Video auf dem Monitor bietet. Diese Technologie ist nicht neu, allerdings kommen zunehmend Systeme auf den Markt, die nicht nur fuer den High-end-Bereich konzipiert sind, sondern sich auch fuer normale CD-ROM-Laufwerke eignen.