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27.07.1990 - 

Leistung aller DDR-Mainframes liegt unter 240 Mips

DV-Anwender in der DDR favorisieren Equipment von IBM

KRONBERG (CW) - Einer Anwenderbefragung der IDC Deutschland GmbH zufolge wollen in Zukunft 62 Prozent der DV-Anwender in der DDR auf IBM als Hardwarelieferanten setzen. Den Wunsch nach

Siemens-Equipment äußerten 33 Prozent, und für DEC-Rechner können sich noch 30 Prozent der DV-Manager in der DDR erwärmen.

Der Hauptgrund für die Dominanz von IBM, Siemens und Digital Equipment auf den Anschaffungslisten der DDR-Anwender liege darin begründet, daß Rechner dieser Hersteller oder Nachbauten davon schon seit Jahren dort eingesetzt würden. Weitere Hardwarehersteller, die im Rahmen der Untersuchung* genannt wurden, sind Hewlett-Packard, Bull, Control Data, Compaq und Unisys. Etwa zehn Prozent der von IDC kontaktierten DV-Manager gaben an, derzeit keine Vorstellung von der Computermarke zu haben, die sie künftig anschaffen wollen.

Die Marktforscher recherchierten, daß im anderen Teil Deutschlands heute etwa 574 Großrechner, rund 100 000 PCs und etwa 2054 Minicomputer im Einsatz sind, wobei die Mainframes allerdings nur eine Gesamtrechenleistung von 236 Millionen Instruktionen pro Sekunde (Mips) bieten. IDC führt diese geringe Kapazität auf den Einsatz veralteter und nur minimal ausgestatteter Rechner in der DDR zurück.

Bisher wichtigste Abnehmer von DV-Systemen seien der Maschinenbau und die Elektrotechnik/Elektronik gewesen. Den Auguren zufolge sollen auf diese beiden Bereiche 37 Prozent der installierten Großrechner und 31 Prozent der Minis entfallen. Aber auch die DV-Ausstattung der Universitäten und Hochschulen war den Verantwortlichen anscheinend wichtig: Die Bildungsburgen der DDR verfügen nämlich nach den beiden bereits genannten Branchen über die weitaus meisten installierten Rechner.

Vom leicht nachvollziehbaren Nachholbedarf in Sachen DV (siehe COMPUTERWOCHE Nr.

26 vom 29. Juni 1990, Seite 1: "DDR: Rechenzentren wollen auf West-Hardware umrüsten)

dürften in erster Linie diejenigen Hersteller profitieren, deren Systeme bereits direkt (als

Importe) oder über einen Architekturnachbau in der DDR installiert sind. Vor allem Aufträge zur Aufrüstung der vorhandenen Rechner werden laut IDC, IBM, Siemens und Digital Equipment erhalten.