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05.05.1978 - 

US-Importe beherrschen den deutschen Markt:

DV bleibt Motor der Bürobranche

FRANKFURT/HANNOVER (ee) - Die Datenverarbeitung bleibt der "Wachstumsmotor der Branche", stellte der Bundesverband der Vertriebsunternehmen für Büroorganisation (BVB) fest. Insgesamt erreichte das Inlandsangebot mit 6,4 Milliarden Mark (das sind 30 Prozent mehr) ein neues Rekordvolumen. Während dabei der Inlandsabsatz konventioneller Büromaschinen trotz eines leichten Zuwachses von 6,8 Prozent seit Jahren stagniert, hat sich bei der Datentechnik nicht nur das Inlandsangebot (plus 38,8 Prozent), sondern auch die Inlands-Produktion (30 Prozent mehr) "überproportional erhöht".

Der Anteil der importierten ADV-Anlagen ging von 67,8 auf 55,6 Prozent zurück. Bei den klassischen Büromaschinen führte eine Produktionssteigerung im Inland um 11 Prozent ebenfalls zu einem Rückgang des Importanteils von 84 auf 76,8 Prozent. Insgesamt kann festgestellt werden, daß im Bereich der Büro- und Informationstechnik 2/3 der inländischen Produktion exportiert werden; umgekehrt sind aber auch fast in gleichem Ausmaß ausländische Erzeugnisse an der Versorgung des Inlandmarktes beteiligt. Über dem Durchschnitt liegt dabei die Importquote bei Kopiergeräten, Registrierkassen und elektronischen Tisch- und Taschenrechnern.

In der DV war die Preistendenz mit minus 4,6 Prozent 1977 erneut nach unten gerichtet; seit 1970 ermäßigte sich der Preisindex um 12 Prozent bei andererseits ständig gestiegenem Preis-/Leistungsverhältnis. Diese für eine Investitionsgüterbranche ungewöhnliche Tendenz ist das Ergebnis eines raschen, zum Teil umwälzenden technologischen Fortschritts und erheblicher Produktivitätssteigerungen, aber auch eines scharfen internationalen Wettbewerbs.

Bei Büromaschinen betrug der Preisanstieg 1977 0,5 Prozent. Damit sind Büromaschinen heute im Durchschnitt um rund 10 Prozent teurer als 1970, wobei allerdings elektronische Tisch- und Taschenrechner mit einschneidenden Preiseinbrüchen während der vergangenen Jahre eine gegenläufige Tendenz aufwiesen.

Wie der BVB ermittelte, waren an der Inlandsmarktversorgung als wichtigste Herkunftsländer neben den EG-Ländern (33 Prozent; 1976: 39 Prozent) die USA mit einem Anteil von 18 Prozent (1976: 22 Prozent) beteiligt. Für die USA waren DV-Anlagen mit 82 Prozent und Kopierer mit 10 Prozent die Hauptexportartikel in die Bundesrepublik.

Von den südostasiatischen Ländern konnte nur Japan seine Ausfuhren nach Deutschland steigern (+ 9;8 Prozent) und war damit mit 6 Prozent an der Inlandsmarktversorgung beteiligt. Hauptexportartikel Japans waren elektrostatische Kopiergeräte (35 Prozent) elektronische Tisch- und Taschenrechner (26 Prozent) und Registrierkassen (15 Prozent).