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08.01.1982

DV-Branche hofft auf konjunkturellen WetterumschlagMÜNCHEN (ha) - Das wichtigste Ereignis im Jahre 1981 war für Diebold-Geschäftsführer Dr. Gerhard Adler "der erstmalige und tiefe konjunkturelle Einbruch der DV-Branche". Auch für Roland Berger war die E

d Möglichkeiten in konkrete Produkte und Markterfolge umzusetzen.

Dies ist nicht eine Frage der Größenordnung eines Computerunternehmens und des eingesetzten Kapitals, sondern in Zukunft mehr denn je eine Frage des Know-how, der Kreativität und Flexibilität und des Erkennens von Marktchancen.

Dr. Jürg Tschirren, Alleinvorstand der Honeywell Bull AG, Köln

Zu 1: Das Wichtigste im DV-Jahr 1981 war für mich nicht eine einzelne, herausragende Begebenheit, sondern vielmehr das Erlebnis der Kontinuität unseres Konzerns, seiner Marktstrategie und seiner Produktpolitik jenseits der Chronik der laufenden Ereignisse.

Die weithin publizierten Vorbereitungen zu einer Umschichtung in den Beteiligungsverhältnissen der Cii-Honeywell Bull, Paris, hatten keinen Einfluß auf die planvolle Fortentwicklung unserer Angebotspalette, die - auf der Basis innovativer Technologien und Systemarchitekturen - im Jahresverlauf wesentlich erweitert wurden.

Zu 2: Auf gar keinen Fall möchte ich 1982 eine weitere Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage mit einem noch stärkeren Absinken der Investitionsneigung erleben.

Zu 3: Informationstechnologien, DV-Betriebsformen und Softwaremethoden, die integrierte organisatorische Gesamtlösungen vorsehen (enge Verschränkung der Hardware-Funktionalität mit dem Optimalschema der modernen datentechnischen Kommunikation), werden immer schneller vordringen.

Gestützt auf benutzerfreundliche Anwendersoftware und ständig verbesserte Dialog-Sprachen, wird sich der anhaltende Trend zum Benutzerkomfort weiter fortsetzen.

Zu 4: Die größte Herausforderung für unser Unternehmen sehen wir in der Notwendigkeit, die neuen Vertriebswege, die wir für unsere Erzeugnisse der Büroautomation erfolgreich

eröffnet haben, weiterhin zu verbreitern und optimal zu strukturieren. Wir sind nicht die einzige Firma der EDV-Branche, die vor einer solchen Aufgabe steht. Der sukzessive Verfall der Hardwarepreise und der steigende Konkurrenzdruck zwingen viele Hersteller zum Umdenken, zumal gerade das stark ansteigende Geschäft mit den Kleinrechnern Vertriebsmethoden vorzeichnet, die von den traditionellen Marketingkonzeptionen für Universalcomputer grundsätzlich abweichen.

Dr. Tom Sommerlatte, Vice President der Arthur D. Little International Inc., Frankfurt

Zu 1: Das wichtigste Ereignis im DV-Jahr 1981 war für mich die gravierenden strategischen Entscheidungen der IBM:

-organisatorische Zusammenfassung der bisherigen Divisions um zu verstärkter Vertriebs- und Entwicklungsintegration zu kommmen

-deutliche Schwerpunktsetzung auf Kommunikationssysteme.

Zu 2: In 1932 möchte ich auf gar keinen Fall in meinen Job Mitarbeiter ohne Eigeninitiative sowie Termindruck durch die Nachlässigkeit von Geschäftspartnern erleben.

Zu 3: Wesentlich werden sich künftig durchsetzen: Videodiscs als neues Speichermedium, K-Anlagen für Datenkommunikationsnetze und weiterentwickelte Datenbanksysteme.

Zu 4: Die Herausforderung für mein Unternehmen sehe ich im Übergang zur Beratung unserer Klienten bei der Planung und Implementierung von integrierten Informations- und Kommunikationssystemen.

Peter Schnell, Vorstandsvorsitzender der Software AG, Darmstadt

Zu 1: Für uns als Firma war wohl das "Going-public" unserer Schwesterfirma "Software AG of North America" das herausragende Ereignis.

Für unsere DV-Welt sehen wir es als wesentlich an, daß trotz oder wegen der Neuankündigungen der IBM-370-Industriestandard praktisch für die überschaubare Zukunft festgeschrieben wurde. Die Gerüchte über die bevorstehenden völlig neuen Systeme haben sich nicht bestätigt.

Zu 2: Eine weitere Monopolisierung durch einen Hersteller und damit ein Verschwinden der PCMs möchten wir auf keinen Fall erleben.

Zu 3: Wir sehen den Trend zu allgemeinen Netzwerken mit intelligenten Knoten zur Ermöglichung vernünftiger "Distributed Processings", den Trend alle wesentlichen Daten notwendigerweise in Datenbanken (relational, wie wir es seit 12 Jahren tun) zu speichern und endlich von den althergebrachten Programmiersprachen (Cobol, PL/I zu wirklich mächtigen Implementierungssprachen (very high level languages) zu kommen.

Zu 4: Die größte Herausforderung für uns ist die wesentliche Mitgestaltung des nahezu unbeschränkten Marktes für mächtige Implementierungssprachen auf der Basis von relationalen Datenbanken.

Harald Speyer Commodore GmbH

Zu 1: Commodore nahm die Produktion von Mikrocomputern in einem eigenen Werk in Braunschweig auf, Dieser Schritt verkörpert unser Bemühen um eine möglichst große Marktnähe, die auch durch die Zusammenarbeit mit der technischen Universität und weiteren in Braunschweig vorhandenen Forschungsinstituten weitergeführt werden soll.

Zu 2: Ein von weltweiten politischen Krisen beeinflußtes Investitionsklima. Zwar kann ich nicht verhehlen, daß das seit einiger Zeit andauernde Konjunkturtief nicht unbedingt nachteilige Auswirkungen auf unseren Unternehmenserfolg hatte wegen den damit verbundenen Rationalisierungsbestrebungen der deutschen Industrieunternehmen, die sich mehr und mehr vom günstigen Preis-/Leistungsverhältnis unserer Produkte überzeugen ließen. Dennoch: Stabile politische Verhältnisse sind der beste Garant für wirtschaftlichen Erfolg.

Zu 3: Mikrocomputer werden netzwerkfähig. Das bedeutet, daß sowohl hausinterne Mikrocomputer zum wichtigen Teil einer "Jeder-mit-Jedem"-Kommunikation werden als auch über Mikrocomputer die Verbindung mit der Außenwelt über öffentliche oder andere lokale Netze hergestellt werden kann.

Mikrocomputer werden in Großunternehmen als dezentrale Einheiten die zentrale DV entlasten und in Klein- und Mittelunternehmen als "zentrale" DV-Anlage eingesetzt werden - zum einen beim Erstanwender, zum anderen aber auch als kostengünstige Alternative zu Systemen der Mittleren Datentechnik.

Qualitative Verbesserungen der Mikrocomputer-Software werden dem Trend zu modular aufgebauten, durch Parameter steuerbaren Programmen folgen, damit eine nicht gekannte Anpassungsfähigkeit an die Benutzeranforderungen ermöglichen.

Zu 4: Wir werden auch weiterhin ein Wachstum zu verkraften haben, das aus der Größe des Marktes und den Wettbewerbsvorteilen unserer Produkte resultiert. Darin sehe ich die zentrale Herausforderung an Commodore.