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08.07.1988 - 

Ifo: Produktivitätsschub durch neue Techniken blieb aus

DV entlastet den Arbeitsmarkt kaum

MÜNCHEN (ih) - Realität und Technik-Euphorie klaffen auseinander: Neue Techniken bringen bislang kaum Produktivitätsschübe mit sich, lautet das Fazit einer Ifo-Studie. Dies gilt vor allem für die Fabrik- und Büroautomatisierung.

Die Untersuchung, die das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung für das

Bundeswirtschaftsministerium durchgeführt hatte, ergab ferner, daß die

Produktivitätssteigerung durch leistungsfähigere Produktionsmittel vor allem "wohlstandssteigernde Effekte" gehabt hätte. Gleichzeitig sei jedoch, trotz Arbeitszeitverkürtzung, eine Belastung für den Arbeitsmarkt entstanden. Die Münchner Experten beleuchten die beschäftigungssteigernden Effekte der Neuerungs- und Modernisierungsaktivitäten. Sie seien, so die Ifo-Aussage, nicht in dem Maße zur Geltung gekommen, wie dies für die Wiederbeschäftigung der freigesetzten Arbeitskräfte erforderlich gewesen wäre.

Mit den negativen Auswirkungen des Technikeinsatzes auf die Beschäftigten würden vor allem die Gruppen mit niedriger Qualifikation kämpfen. Höher Qualifizierte profitieren hingegen von der Einführung neuer Techniken, heißt es in der Untersuchung. Sie übernehmen nämlich in der Einführungsphase die organisatorischen Aufgaben. In der Anwendung selbst sind die höher qualifizierten Mitarbeiter für die Betreuung zuständig.

Der sich abzeichnende steigende Qualifikationsbedarf hat vor dem Hintergrund der hohen Arbeitslosigkeit vor allem im Bereich der öffentlich geförderten Aus- und Weiterbildung - laut Ifo - zu einer Qualifizierungsoffensive geführt. Wesentlich langsamer expandiere die berufliche Weiterbildung dagegen in den Unternehmen. An ihr beteiligen sich vor allem die höher qualifizierten Erwerbstätigen mit Fach- oder Hochschulabschluß. Dabei scheint es nach Ansicht der Münchner Wirtschaftsfachleute langfristig gesehen notwendig, verstärkt systematische Qualifizierungsmaßnahmen in die Personalpolitik einzubeziehen. Kaum verläßlich festlegen lassen sich indes, so die Studie, die Auswirkungen spezieller Technologien, etwa der Informationstechnik, auf die Beschäftigten.