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15.11.1985

DV-Entwicklung auch im Bildungswesen Rechnung tragen:Mehr Computer für Österreichs Schulen

WIEN (apa) - Für eine "Bildungsabgabe" zur Finanzierung neuer Leistungen des Bildungssystems plädiert R. Neunteufel von der Wiener Arbeiterkammer in Anlehnung an die von Sozialminister Dallinger vorgeschlagenen "Maschinensteuer". Die Sozialpartner zeigten sich bei einer Podiumsdiskussion "Informatik in der Schule", die von der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) gemeinsam mit der Gesellschaft für Bildungstechnologie veranstaltet wurde, grundsätzlich einig über die Unvermeidbarkeit und Rasanz der im Gang befindlichen Entwicklung der elektronischen Datenverarbeitung.

Auseinander gingen jedoch die Standpunkte hinsichtlich der Art und Weise, mit der auf die schnelle DV-Entwicklung zu reagieren sei.

Unter anderem wurde die Auffassung bestritten, daß es sich bei der Informatik um eine vierte, für sich selbständige Kulturtechnik (nach Schreiben, Lesen und Rechnen) handle. Als unbestritten gelte jedoch die Notwendigkeit, der gesamten Bevölkerung Grundkenntnisse in der Informationstechnik zu vermitteln, wofür die Aus- und Weiterbildung

von Lehrkräften eine Grundvoraussetzung sei, wie Diskussionsleiter Wilhelm Frank erklärte.

Frank plädierte dafür, daß der derzeit an den 5. AHS-Klassen eingeführte Informatikunterricht nicht auf dieses spezielle Fach beschränkt bleibe, sondern daß sich auch andere Gegenstände mit dem Unterrichtscomputer "anfreunden" sollten. Dadurch könne ein unterschiedliches Lerntempo der Schüler besser ausgeglichen werden.

Reinhold Hawle vom Unterrichtsministerium betonte die im internationalen Vergleich fortschrittliche Ausstattung der österreichischen Schulen mit Unterrichtscomputern. In den letzten Jahren sei an den österreichischen Schulen Hard- und Software im Gesamtwert von 300 Millionen Schilling installiert worden, davon 70 Millionen Schilling an den AHS. Dieser Erfolg müsse nun an den Hauptschulen und polytechnischen Lehrgängen fortgesetzt werden, wobei die Zusammenarbeit der Eltern und der Lehrer notwendig sei. Ab dem Schuljahr 1986/87 könnte der Informatikunterricht zunächst als Freifach an den polytechnischen Lehrgängen eingeführt werden.