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US-Studie zählt 35 Prozent mehr Übernahmen:


14.04.1989 - 

DV-Fusionitis greift immer weiter um sich

FORT LEE (IDG) - In der Informations- und Kommunikationstechnik schließen sich immer mehr Firmen zusammen. Nach einer Studie des amerikanischen Investment-Beratungshauses Broadview Associates gaben DV- und Telecom-Firmen 1988 fast 24 Milliarden Dollar für den Erwerb von Konkurrenzunternehmen aus.

Die seit Jahren stets aufs Neue beschworene Marktbereinigung im Computer- und Kommunikationsgeschäft ist unübersehbar geworden. Hatte Broadview schon im Vorjahr 574 Fusionen und Übernahmen registriert, stieg die Zahl 1988 um fast 35 Prozent an - auf 773 Transaktionen. Wie hoch die Zunahme in Dollar gerechnet ist, konnten die Analysten nicht sagen, denn für 1987 hatten sie seinerzeit keine entsprechenden Daten erhoben.

Dickste Brocken waren Rolm und Computervision

Rund 43 Prozent der Transaktionen, so stellte Broadview-Partner Harvey Poppel fest, entfielen 1988 auf den Sektor Hardware und verwandte Dienstleistungen - also Wartung. Diese Sparte verzeichnete zudem den größten Zuwachs, nämlich von 141 um 53 Prozent auf 216 Zusammenschlüsse. Als dickste Brocken nennt Poppel den 1988 vereinbarten, wenngleich noch immer nicht abgeschlossenen Erwerb der

IBM-Tochter Rolm Systems durch die Siemens AG (844 Millionen Dollar), die Übernahme von Computervision durch Prime (467 Millionen Dollar) ad AT&Ts Akquisition der Paradyne Corp. (250 Millionen Dollar).

Im Bereich der Telekommunikations-Dienstleister registrierte Broadview ein 57prozentiges Plus bei der, Fusionen. Nach 46 Firmenhochzeiten im, Jahr l987 kamen im vergangenen Jahr 73 Unternehmensehen zustande. So hat es sich laut Poppel die Centel Corp. 775 Millionen Dollar kosten lassen, die United Telespectrum zu schlucken - ein Deal, der hierzulande kaum Aufsehen erregte. Für den erklecklichen Betrag von 600 Millionen Dollar erhöhte United Telecom den Anteil an der US Sprint Communications um 30 Prozent .

Den Löwenanteil an den 773 Übernahmen und Beteiligungen stellt aber mit 56 Prozent oder 434 Fällen der Sektor "Information Services", zu dem die oft recht kleinen Softwareschmieden gehören. 1987 hatten sich nur 358 solcher Firmen einen starken Partner gesucht. Hier geht es, so Poppel, meist um kleinere Summen. Die typische Größenordnung läßt sich am Medianwert ablesen: 4 Millionen Dollar je Übernahme. Bei den Anbietern von Telecom-Diensten wurden im typischen Fall 25 Millionen Dollar gezahlt, bei den Hardwarefirmen immerhin 15 Millionen Dollar.

Für das laufende Jahr erwartet Poppel, daß Konzerne wie IBM und AT&T im Beteiligungstheater eine aktivere Rolle spielen werden. Sie streben nach Ansicht des Branchenbeobachters Minderheitsbeteiligungen bei kleineren Technologiefirmen an, wobei auch Joint-ventures in Frage kämen.

Amadeus One online System One offline?

MADRID (CW) - Das computerisierte Reisevertriebssystem (CRS) Amadeus hat seine erste Projektstufe abgeschlossen. Obwohl das Rechenzentrum in Erding bei München noch nicht betriebsbereit ist, können jetzt Reisebüros in den Heimatländern aller Gründungsairlines - also Deutschland, Frankreich, Spanien, Dänemark, Schweden und Norwegen - auf die Funktionen von "Amadeus One" zugreifen.

Damit können die Angebote von 16 Fluglinien im Direct-access-Verfahren gebucht werden (in Deutschland über Lufthansa-Agenturen und Reisebüros mit "Start"-Terminal). Auch der Mietwagen-, der Hotel- und der Informationsteil von Amadeus sind nach Firmenangaben bereits verfügbar.

Wie lange die europäischen Airlines sich aber noch auf den amerikanischen Entwicklungshelfer Texas Air mit seinem "System One"-Buchungssystem verlassen können, ist ungewiß. Die Texas-Tochter Eastern Airlines. in deren Räumen in Miami das System-One-Hauptquartier untergebracht ist, steht unter Chapter eleven. Sie soll nun für eine halbe Milliarde Dollar an eine Auffanggesellschaft verkauft werden.

Deren Topmanager traut man in den USA einiges zu: Peter Ueberroth war Organisator der Olympischen Spiele in Los Angeles und zuletzt Generalmanager der Baseball-Liga. Womöglich sucht er bald einen Käufer für das System/One-Rechenzentrum - um mit dem Erlös die flügellahme Fluggesellschaft wieder flottzubekommen.