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26.11.1982

DV-Geschäft Stütze der Leasing-Branche

FRANKFURT (nw) - Auch die Leasing-Branche bekommt die gesamtwirtschaftliche Flaute zu spüren. So prognostiziert das Münchener Ifo-lnstitut für Wirtschaftsforschung für 1982 das nominale Wachstum der zur Vermietung bestimmten Investitionsgüter zwar noch auf gut drei Prozent. Im Jahr zuvor sah es noch ganz anders aus: 1981 wurde ein Zuwachs von 24,4 Prozent realisiert.

Die Unternehmen aus dem Bereich der Anlagenvermietung planen damit heuer, so führten Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Gesellschaften (BDL) auf einer Pressekonferenz in Frankfurt aus, Investitionen im Wert von 16,9 Milliarden Mark. Im einzelnen verläuft die Entwicklung jedoch recht unterschiedlich: Während die Leasing-Gesellschaften erneut mit einem Zuwachs von plus 6,8 Prozent rechnen, geht es den Unternehmen aus der Herstellervermietung weniger gut. Für sie ist ein Rückgang von 4,5 Prozent vorhergesagt.

Der größte Teil der Investitionen entfällt dabei nach Berechnungen der Münchener Wirtschaftsforscher erneut auf Büromaschinen und Datenverarbeitungsanlagen ( 1981: rund 30 Prozent) sowie Fahrzeuge (19 Prozent).

Nach Meinung des Verbandes sei das Marktpotential für Leasing noch lange nicht ausgeschöpft. "Einzig" die mangelnde Bonität der Kunden würde das Geschäft beeinträchtigen. Dadurch sei die Ablehnungsquote um rund zehn auf 30 Prozent gestiegen.

Zur Ausfallquote war lediglich zu erfahren, daß sie sich erhöht habe und die Wiederverwertungserlöse rückläufig seien. Die Ertragslage charakterisierte der BDL als "allgemein etwas verschlechtert", wenngleich sich diese Annahme mit den von einzelnen Unternehmen publizierten Daten nicht belegen lasse.

Im Grundsatz hat sich aber anscheinend der Leasing-Gedanke bei den Unternehmen durchgesetzt. Denn im Zeitraum von 1971 bis 1981 erhöhten sich dem Ifo zufolge die nominalen Brutto-Anlageinvestitionen der Vermietungsgesellschaften um 400 Prozent, während sie in der gesamten Wirtschaft um nur 70 Prozent stiegen. Damit hat die Leasing-Quote, das heißt der Anteil der Mietanlagen an den Gesamtinvestitionen "beträchtlich" zugenommen. Sie stieg von 2,3 Prozent in 1971 auf 6,8 Prozent in 1981.