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22.01.1999 - 

DV-Geschichte(n) von 1974 bis 1998

DV-Geschichte(n) von 1974 bis 1998 Vor 15 Jahren: Apples Mac tritt gegen IBM-PC an

Die halbe Bevölkerung der USA schaute im Fernsehen das Superbowl-Endspiel der US-Football-Meisterschaft, als ein sensationeller Spot startete: Eine junge Blondine in T-Shirt und roten Shorts eilt durch ein Orwellsches Szenario grauer Massen. Sie schlägt sich zu einem riesigen Bildschirm durch, aus dem ein Diktator spricht, und zerschmettert ihn mit einem Vorschlaghammer. Schnitt und Message: "Am 24. Januar wird Apple den Macintosh vorstellen. Dann werden Sie verstehen, warum 1984 nicht wie ,1984'' sein wird."

Den vom Pink-Floyd-Titel "Another Brick in the Wall" abgekupferten TV-Spot verstand jeder: Eine aufmüpfige, "smarte" Firma nahm es mit Big Blue auf, dessen IBM-PC dem Apple II gerade den Rang als Inbegriff des Personal Computers ablief.

Zwar war nicht der Mac "der erste PC mit einer grafischen Benutzeroberfläche", sondern der Apple Lisa, aber jetzt gelang die Marketing-Offensive. Microsoft wollte 1985 die Hälfte seines Umsatzes mit Mac-Software machen. Schon nach 100 Tagen waren 70000 Macs verkauft. Apple übersah jedoch, daß sein Erfolg auf einer schmalen Kundenschicht vor allem aus den Schulen und Unis sowie aus der Medienbranche beruhte. Das Beharren auf Abgrenzung von der IBM-PC-Welt verschloß den Zugang zu neuen Kunden.

Mit Windows verlor der Mac das beste Verkaufsargument, seine Einfachheit. "IBM-kompatible" PCs wurden preiswerte Massenware mit rasanten Innovationszyklen. 1997 schien Apple endgültig vor dem Aus zu stehen (siehe CW 29/97, Seite 9). Doch das Comeback gelang mit einer neuen Produktfamilie: Der I-Mac ist ein Internet- orientierter PC.