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12.05.1978 - 

Stundenplanprogramm Intega:

DV hilft die Schule verwalten

DARMSTADT (pi) - Neue Lehrmethoden und Unterrichtsbedingungen sowie komplexe Schulsysteme machen die herkömmliche "manuelle" Stundenplanerstellung immer zeitaufwendiger und schwieriger. Dies führt meistens dazu, daß in großem Umfang Lehrer mit Planungs- und Organisationsfragen beschäftigt und somit ihren

eigentlichen Aufgaben entzogen werden. Diesen "Notstand" will die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) mit ihrem Stundenplanprogramm für Schulen mit differenzierter Unterrichtsstruktur "Intega" beseitigen. Die GMD beschreibt in ihrer Broschüre die Leistungen und Einsatzmöglichkeiten von Intega.

Das Programmsystem Intega wurde speziell für integrierte Gesamtschulen, Gymnasien mit reformierter Oberstufe und Berufsschulen entwickelt. Es ist aber auch für Grund-, Haupt-, Realschulen und Gymnasien einsetzbar. Die folgenden Maximalgrenzen dürfen jedoch nicht überschritten werden:

- 1023 zu verplanende Kopplungen mit etwa 2500 Kursen

- 127 Klassen

- 255 Lehrer

- 127 Fächer

- 66 Unterrichtsstunden pro Woche

- 12 Unterrichtsstunden pro Tag.

Die zeitliche Planung des Unterrichts ist zwar ein wesentlicher Bestandteil des Planungsprozesses, es zeigt sich jedoch gerade bei Gesamtschulen, daß die Unterrichtsverteilung (Lehrerzuteilung) als zusätzliche Planungsstufe ebenso zeitaufwendig ist. Deshalb ist die automatisch vervollständigte Unterrichtsverteilung bei Intega ebenfalls möglich. In diesem Fall gliedert sich die Stundenplanerstellung in zwei Teile:

- Vervollständigung der Unterrichtsverteilung

- Zeitliche Planung der Unterrichtseinheiten.

Bei der Lehrerzuordnung werden die noch offenen Wochenstunden der Lehrer auf die einzelnen Fächer verteilt. Dann erfolgt eine Gegenüberstellung der Nachfrage und des Stundenangebots nach Jahrgängen und Fächern. Sollten sich Widersprüche zwischen den Lehrerwünschen und der Stundennachfrage ergeben, so werden die Stundenanteile der einzelnen Fächer bei einigen Lehrern dahingehend geändert, daß eine Übereinstimmung zwischen Bedarf und Angebot erreicht wird. Bei der eigentlichen Stundenplanerstellung wird die überschneidungsfreie Einordnung des Unterrichts innerhalb eines vorgegebenen Zeitrasters vorgenommen. Bei der Planerstellung können unter anderem folgende Bedingungen verarbeitet werden:

- Parallel oder Kursunterricht

- Geblockter Unterricht, Rand- und Nachmittagsunterricht

- Kopplungen mit Kursen verschiedener Wochenstundenzahl

- Zeitraster für Ganztags-, Vormittags- und Nachmittagsunterricht

- Maximale Anzahl von Lehrerunterrichtsstunden pro Tag

- Maximale Anzahl von Unterrichtstagen, Vor- und Nachmittagen für Klassen und Lehrer.

Vor der Planerstellung müssen von der Schule die dazu notwendigen Daten erfaßt werden:

- Unterrichtsverteildaten

- Für jeden Lehrer Daten mit vollem Lehrernamen, frei wählbarer Kursbezeichnung, Verfügbarkeit, Wochenstundenzahl

- Zusammenfassung von Klassen zu Klassengruppen sowie von Räumen zu Raumgruppen.

Die Erfassung der Daten geschieht auf vorgedruckten Formularen. Nach Ausfüllen der Belege und Lochen der Karten erfolgt zunächst eine syntaktische und einfache logische Prüfung der Daten. Nach der Korrektur werden die von der Schule erstellten Daten aufbereitet und in der vom Programmsystem benötigten Form gespeichert. Komplexere logische Fehler, die vom Datenprüfprogramm nicht erkannt worden sind, werden aufgezeigt. Bei der Fehlerkommentierung unterscheidet das Programm zwischen leichten Warnungen, leichten Fehlern, für die Verbesserungsvorschläge gemacht werden sowie schweren Fehlern.

Änderungen der Unterrichtsverteilung

Trotz der eingehenden Datenprüfung und Umverteilung der Lehrerwochenstunden auf die Fächer gemäß Nachfrage kann es vorkommen, daß für einige Kurse noch Änderungen vorzunehmen sind. Die Schule hat dann die Möglichkeit, Eingriffe in die Unterrichtsverteilung vorzunehmen.

Individuelle Wünsche werden berücksichtigt

Ein häufig vorgebrachter Einwand gegen die Stundenplanerstellung per Computer basiert auf der Befürchtung, daß sich eine automatische Erstellung des Stundenplans der Kontrolle des Lehrers entzieht oder daß individuelle Wünsche oder Besonderheiten der Schule nicht genügend berücksichtigt werden können. Bei Intega sind mehrere Möglichkeiten vorgesehen, um eine optimale Anpassung des Setzverfahrens an die gegebene Schulsituation zu erreichen. Die schulspezifischen Besonderheiten werden mit Hilfe eines Fragenkatalogs ermittelt, während Randbedingungen pädagogischer Art in einem Gleichgewichtskatalog unterschiedlich gewichtet werden können.

Durch die Vergabe von maximal drei Prioritäten kann man nach bestimmten Kriterien Gruppen von Kopplungen bilden, die einer vorrangigen Planung unterzogen werden. Weiterhin ist es möglich, bestimmte Teile des Zeitrasters, Stunden oder Tage vorrangig zu bearbeiten. Nach der Eingabe einer Priorität kann man sich das Ergebnis ansehen und gegebenenfalls sofort Eingriffe vornehmen. Auf diese Weise kann der Stundenplaner seine Erfahrungen, die er bei der manuellen Stundenplanerstellung gewonnen hat, in das Verfahren einbringen und eine beliebige Feinsteuerung bei der Planerstellung vornehmen.

Ausgedruckt werden

- Unterrichtsverteilungsdaten vor und nach der Planung, geordnet nach Klassen, Lehrern, Jahrgängen und Fächern

- Einzelpläne für Klassen, Lehrer und Räume

- Rektoratspläne für Klassen, Lehrer und Räume

- Lehrervertretungspläne

- Pausenaufsichtspläne

- Fachbereichskonferenzpläne

- Rundschreiben

- Schülerstatistiken

- Statistische Auswertungen der Stundenpläne.

Intega ist implementiert auf den Rechenanlagen TR-440, IBM 360er und 370er Serie sowie auf der Siemens 4004. Als Programmiersprache kann Cobol, Fortran oder Assembler verwendet werden.

Quelle: "Intega - Stundenplanprogramm für Schulen mit differenzierter Unterrichtsstruktur", Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung mbH, Bonn, Institut für Datenverarbeitung (IFV), Bereich Darmstadt, Rheinstraße 75, 61 Darmstadt, Tel: 06151/8669 - 1