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05.01.1978 - 

Blitzumfrage der Computerwoche zum Jahreswechsel:

DV-Industrie erwartet 1978 strammes Wachstum

MÜNCHEN (CW) - Blendende Stimmung in der EDV-Branche zum Jahresauftakt: Weit über den gesamtwirtschaftlichen Wachstumserwartungen von 3,5 Prozent liegt die Expansion, mit der die EDV-Branche für dieses Jahr rechnet. Wie eine Blitzumfrage der Computerwoche zum Jahreswechsel ergeben hat, dürfte die Branche mit einer Volumensausweitung von rund 20 Prozent kalkulieren. Zwar schränkte Markt-Analyst Hans Jürgen Schwab von Diebold ein, "bei Systemen über einer Million Mark Kaufpreis tut sich nichts", doch scheint für den Absatz von Minis und Small Business Systems soviel (Rationalisierungs-?) Potenz vorhanden zu sein, daß einzelne Prognosen von "mindestens 25 Prozent Umsatzzuwachs" sprechen. Im technologischen Bereich können die Anwender beruhigt in das Jahr 1978 gehen: Neue, umwerfende Konzepte sind nicht in Sicht.

Frank Berger

Digital Equipment

Digital Equipment hofft, 1978 zumindest den Umsatzzuwachs von 1977 zu erreichen. Im übrigen stimmen wir mit den Prognosen überein, daß der am stärksten wachsende Bereich auch in Zukunft der Minicomputer für den universellen Einsatz sein wird - mit Schwerpunkt auf kommerziellen Rechnern. Die Hardware-Preise werden weiter sinken, der Anteil der Software-Kosten wird allerdings weiter steigen, so daß der Preisverfall der vergangenen Jahre gebremst wird. Dieser Trend gilt auch für die Produkte von Digital Equipment.

Spektakuläre Neuerungen sind für 1978 aller Voraussicht nach nicht zu erwarten.

Dr. Gert Bindels

Honeywell Bull AG

Wir werden 1978 einen expansiven Kurs einschlagen, das Wachstum allerdings nicht in den historisch von uns bedienten Marktsegmenten, sondern in neu definierten Marktsegmenten suchen. Wir haben uns auf diesen expansiven Kurs von der Produktplanung und -verfügbarkeit, von der Organisation und von den Strategien bestens vorbereitet.

Walther A. Bösenberg

IBM Deutschland GmbH

Das zu Ende gehende Geschäftsjahr 1977 brachte der IBM Deutschland GmbH in allen Bereichen einen guten bis sehr guten Auftragseingang. Ein entscheidender Grund dafür ist, daß die Datenverarbeitung für den Anwender preiswerter geworden ist. Wir haben die Preise verschiedener Produkte spürbar reduziert, bieten neue Rechner mit stark verbessertem Preis-/Leistungsverhältnis sowie Textverarbeitungssysteme mit wesentlich erweiterten Funktionen an. Aufgrund des wachsenden Bedarfs nach Einsatz informationsverarbeitender Maschinen erwarten wir auch für 1978 ein gutes Jahr.

Gerd Grobbink

ICL Deutschland

ICL Deutschland hat mit nahezu 100 Millionen Mark Umsatz die zu Beginn des Geschäftsjahres gesteckten Ziele voll erreicht. Für das Jahr 1977/78 erwarten wir eine

15prozentige Steigerung des Umsatzes, wozu das neue Computersystem 2950 wesentlich beitragen soll. Bei den Preisen rechnen wir nicht mit einer wesentlichen Veränderung der Hardwarekosten oder der Lizenzgebühren für Standardsoftware.

Hasso Wien

GMO Hamburg

Wir werden eine Umsatzsteigerung von ungefähr 15 Prozent und auch eine Steigerung im Geschäftsumfang, was die Anzahl der Arbeitsplätze betrifft, haben, so daß GMO mehr über diesen Punkt als über die reine Preissteigerung macht. Wir werden allerdings die Preise steigern müssen, weil ganz einfach die abgegebenen Leistungen immer anspruchsvoller werden und der Anwender einfachere Dinge immer mehr selbst machen kann. Wir als Softwarehaus brauchen für die schwierigeren Aufgaben sehr qualifiziertes Personal und das ist wesentlich teurer als bisher. Wir sind der Meinung, daß die Diskussion über die Möglichkeiten und Nichtmöglichkeiten von Distributed Processing in 1978 differenzierter und nüchterner erfolgen wird. Darüber hinaus sehen wir, daß sich 1978 auf dem softwaretechnologischen Sektor die Entwicklung beschleunigen wird, Software ingenieurmäßig zu entwickeln.

Klaus Dieter Kreuzer

Alldata GmbH

Wir werden eine Umsatzsteigerung von etwa 20 Prozent haben.

Ich meine, daß die Preisentwicklung zäh ist, daß also der Markt nicht beliebige Preise hergibt, und daß trotzdem vielleicht eine Steigerung von fünf, sechs Prozent möglich sein wird, wobei wir zum Beispiel in der Beratung eine Steigerung von acht Prozent für möglich halten.

Im übrigen dürfte sich nicht nur 1978, sondern konsequent die nächsten Jahre Distributed Processing weiter durchsetzen. Dabei werden wir sowie der Anwender da bestimmt noch manches lernen müssen.

Manfred Miller

Burroughs GmbH

Wir erwarten eine wesentliche Umsatzsteigerung, Minimum 25 Prozent. Die Preise ändern sich nicht. Im Gegenteil: Die Hardwarepreise bringen für den gleichen Wert mehr Leistung.

Sonst sehen wir für 1978 zwar ständige Produktverbesserungen, aber das sind Details.

Josef Pecher

Sperry Univac Deutschland

Sperry Univac rechnet für 1978 mit einem sehr positiven Geschäftsverlauf. Diese Erwartung stützt sich auf das Ergebnis der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres, in dem die Aufträge weltweit um 13 Prozent, die Auftragsbestände sogar um 25 Prozent zunahmen.

Im Jahr 1978 wird sich bei den Benutzern der Trend zur arbeitsplatz-orientierten Datenverarbeitung (Distributed Processing) verstärken, wobei in zunehmendem Umfang auch der Einsatz von Datenbanken geplant ist. Durch das in den letzten beiden Jahren stark verbesserte Preis-/Leistungsverhältnis bei Computern und durch große, preisgünstige Hauptspeicher rücken diese Verarbeitungskonzepte für viele Unternehmen in den Bereich des Realisierbaren.

Dr.-Ing. Werner Poschenrieder

Siemens AG

Der Unternehmensbereich Daten- und Informationssysteme hat in dem am 30. September 1977 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr einen sehr erfreulichen Zuwachs im Auftragseingang verzeichnen können. Die positive Entwicklung des Auftragseingangs hat sich auch in den letzten Monaten fortgesetzt. Für das Jahr 1978 erwarten wir daher eine weitere Zunahme des Umsatzes, die das allgemeine Marktwachstum übertreffen wird.

Zahlreiche DV-Anwender haben im vergangenen Jahr den Übergang zum Einsatz umfassender zukunftssicherer Datenkommunikationskonzepte vollzogen. Dieser Trend zur distribuierten Datenverarbeitung, zur verteilten Intelligenz wird sich in diesem Jahr weiter verstärken. Den Anwendern wird immer deutlicher, daß diese Kommunikationssysteme sich ihrer individuellen Aufgabenstellung und der sich hieraus ergebenden TV-Struktur hervorragend anpassen lassen. Zentrale und dezentrale Systeme werden nach ihrer Zweckmäßigkeit harmonisch kombiniert. Der zuweilen noch aufflammende Glaubenskrieg zwischen den Extrempositionen "zentral" oder "dezentral" wird dadurch mehr und mehr zum Scheingefecht.