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20.04.1990 - 

Akzentuierung zugunsten von PC-Karten, Filetransfer und Oberflächen

DV-Industrie muß Anwendungen für ISDN auf die Sprünge helfen

TK-Anbieter und die Post haben bei ISDN in gewisser Hinsicht ihr Soll erfüllt. Jetzt ist daher neben der Telekom die DV-Industrie damit an der Reihe, für sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten zu sorgen. Dabei lautet eine Faustregel: Es fallen keineswegs nur ISDN-spezifische Probleme an, sondern vor allen Dingen Schwierigkeiten, die sich im Rahmen heterogener Rechner-Welten ergeben.

Zu den noch wenigen Unternehmen, die sich auf dem ISDN-Sektor engagieren, zählen die IBD Informations- und Beratungsdienste aus Frankfurt. Den Einstieg bildet hier das Intelliphone-System, basierend auf DOS-PCs und analogen Telefonen. Zunächst soll anhand der bestehenden IBD-Lösung exemplarisch aufgezeigt werden, welche Anwendungspotentiale schon eine "schlichte" Koppelung von Telefonen und Mikros eröffnen kann. Der Hauptvorteil von Intelliphone liegt laut Anbieter darin, daß man auf Informationen, die in beliebigen Datenbanken oder in der Textverarbeitung abgelegt sind, direkt zu- greifen und sie weiterverarbeiten kann.

Die Rufnummern -Identifikation ist im Inhouse-Bereich nicht an ISDN gebunden; im diensteintegrierenden Netz wird sie ja über den D-Kanal abgewickelt. Intelliphone kann aus einer Kundendatenbank eine Telefonnummer selektieren, den Gesprächsteilnehmer anwählen und automatisch die Verbindung herstellen. Auf Knopfdruck zeigt das System ein Notizblatt, Uhrzeit, Daten des Ansprechpartners, Wiedervorlagetermin sowie frühere Gesprächsnotizen. Zusätzlich steht zur Erleichterung ein Volltext-Retrieval-System zur Verfügung. Ein erneutes Wählen entfällt, das System mit einem abgewandelten Wählmodem und V. 24-Schnittstelle stellt nun die Verbindung her. Ist der Benutzer nicht am Arbeitsplatz oder will er nicht gestört werden, kann Intelliphone wie ein intelligenter Anrufbeantworter arbeiten. Die zu der IBD-Konfiguration gehörende Software "Dialer" läuft unter dem Betriebssystem PC/MS-DOS für IBM- und kompatible Personal Computer. Obwohl Intelliphone über eine eigene Benutzeroberfläche verfügt, läßt es sich auch unter Microsoft-Windows einsetzen.

ISDN-Software mit Windows-Spezifikationen

Die entsprechende Software ("Dialer") soll im Juni auch für ISDN auf den Markt kommen. Beta-Test-Installationen laufen bereits beim Verband der Postbenutzer und dem Hessischen Rundfunk. Die Benutzeroberfläche orientiert sich streng an den Microsoft-Windows-SAA-Spezifikationen, umfaßt Elemente wie Pull-down-Menüs, Dialog-Boxes oder Pop-up-Windows. Das Programmpaket ist netzwerkfähig und unterstützt Novell-, 3Com- und Token-Ring-Netze von IBM. Hardwareseitig wird für ISDN-Karten von Stollmann und Systec Support sowie für Telefonanlagen mit X-Schnittstellen Support geboten, weitere Anpassungen erfolgen im dritten Quartal 1990.

Neben dem Wählen aus Datenbanken und Bildschirmen läßt sich ein Filetransfer zwischen ISDN-Anschlüssen realisieren. Dabei werden auch die in analogen Umgebungen üblichen Protokolle wieKerit, X-Modem, Y-Modem oder Compuserve A und B unterstützt.

Auch Unix gibt PBXen "die Hand"

Ein Beispiel für die noch recht seltene Koppelung von Unix und Telefon gibt das von Siemens kreierte Telas-Bas (Telefonanschluß-Basissystem), daß Anwender und unabhängige Softwarehäuser im "PBX and Computer Teaming" (PACT) nutzen können. Übrigens stellte Siemens für ISDN auf der CeBIT auch ein Faxsystem der Gruppe 4 vor.

Die neue Plattform Telas-Bas wird in Ergänzung zum Telefon-Management Telas-Man einge- setzt, um aus einer Kundendatei im Computer über Hicom-ACL (Applications Connectivity Link) Telefonverbindungen aufzubauen und weiterzuleiten. Umgekehrt erlaubt Telas-Bas den Anlagen Hicom 300, die Datenbasis der Sinix-Systeme zu nutzen, um Gespräche über Anruferkennung an den richtigenArbeitsplatz weiterzuleiten. Erste Telas-Anwendungen der neuen Plattform sind:

- das bereits erwähnte Telefon-Management Telas-Man,

- Ocis-Desk (Siemens-Lösung für die Bürokommunikation mit Telefon-Management),

- Siline 100 (Standard für den Mittelstand mit computergestütztem Telefonieren bei der Auftragsabwicklung ),

- Sileit (computergestützte Hilfe für Störungs- und Notrufzentralen zum Beispiel in der Industrie) und

- Sitime (Arbeitszeit-Erfassungssystem mit Dateneingabe über Hicom-Telefone).

Das Produkt ist ab Juni dieses Jahres lieferbar. Weitere Anwendungen wie zum Beispiel eineTelefongebühren-Datenbank sind in Vorbereitung. Zur Nutzung der Leitungsintegration im Rahmen von PACT wurden auch die Datenkommunikation von Transdata/BS200 sowie von Sinix-Systemen über Hicom300 getestet und anerkannt.

PBX and Computer Teaming, auf das in der ersten Artikelfolge bereits eingegangen wurde, soll das Stichwort zur Überleitung auf branchenorientierte Ansätze und entsprechende TK-Lösungen, die durchden Einsatz von ISDN eigentlich erst sinnvoll sind, abgeben. Die genannten Beispiele - das gilt im übrigen auch für die sonstigen im Verlauf des Berichts genannten Auflistungen - können allerdings kein vollständiges Bild abgeben. Hinzu kommt, daß typische Branchenpakete ohnehin noch dünn gesät sind.

Eine sinnvolle Auflistung von Anwendungsmöglichkeiten, die an dieser Stelle wiedergegebenwerden soll, stammt beispielsweise von C. Andreas Dalluege, Geschäftsführer des Instituts für Betriebs-analyse und Kommunikationsforschung aus München. Seine "Szenarien" sehen wie folgt aus.

- Im Agenturbetrieb kann ein Klient während des Telefonats Änderungsvorschläge zu einem Text bezie-hungsweise eine Anzeige einbringen.

- Im Anlagenbau können für die Abklärung von Montagevorbereitungen zwischen dem Kunden und der Vertriebsabteilung Unterlagen aus der Konstruktionsabteilung übermittelt werden. Während des Telefon-gesprächs holt sich der Verkäufer aus seiner internen Datenbank Auftrags- und Kundendaten auf seinenBildschirm. Durch eine Konferenzschaltung wird zusätzlich ein Konstrukteur in die Kommunikation mit-einbezogen. Erforderliche Zusatzinformationen können nun papierlos und zeitsparend über ISDN übermittelt werden.

- Eine Zentrale will auf Datensätze einer ihrer Filialen zugreifen. Dazu kann sie sich mit ihrer DV per ISDN in den Rechnerverbund der Niederlassung einwählen und dort "Online-Recherchen" durchführen.

- Ein Artikel einer Firmenzeitung soll durch zusätzliche Informationen aus dem Forschungs- und Vertriebsbereich ergänzt werden, unter Mitwirkung von Redakteuren und Experten aus den beiden genannten Abteilungen. Durch paralleles Bearbeiten von Text- und Grafikentwürfen können bis zu 50 Prozent Zeit eingespart werden.

Gesprächsbegleitende Infos auf einen Blick

Modernes Telefon-Management mit Just-in-time-Informationen und Rufnummer-Identifikationist zwar im eigentlichen Sinne nicht branchenspezifisch, wird aber gerne im Hinblick auf bestimmte Wirt-schaftssparten wie Vertrieb, Werbung oder Börse und Steuerberatung, Banken sowie Autohandel genannt. Der Anwender erhält hier vor dem Abheben automatisch wichtige Kundendaten. Beispielsweise ist es möglich, daß ein Anwender mittels PC eine Börsenauskunfts-Datenbank anwählt. Sind nun die jüngsten Informationen nicht verfügbar, nimmt die DB den Anruf nicht entgegen, wohl aber die Rufnummer, wassoviel heißen soll wie: "Rufe zurück, sobald die Daten verfügbar sind. " Bei diesem Anwahlversuch fallenkeine Gebühren an, da die Verbindung ja gar nicht aufgebaut wurde. Möglich sind auch entsprechende oderähnliche Anwendungen in Hotels, Krankenhäusern oder Schulen. Stollmann-Geschäftsführer Werner Zucker konstruiert ein Exempel anhand einer kleinen Schule in Bayern: Wird ein Lehrer krank, die Schuleverfügt jedoch über kein Sekretariat, dann kann die entsprechende Mitteilung mittels PC als Voice-Message abgesetzt werden, um die betroffenen Klassen zu benachrichtigen.

ISDN-Anwendungen im Bereich der Fernwartung

Zucker weist außerdem darauf hin, daß ein Teil der Nutzungsmöglichkeiten wie Dienstewechsel und abhörsicheres Telefonieren oder auch spezielle Anwendungen erst auf der Basis von ISDN "lukrativ"sind. Er nennt unter anderem das Stichwort Fernwartung: "Ein Fernwartungsservice macht ISDN erst rich-tig sinnvoll und attraktiv; man hat eine geringe Fehlerquote. Man kann bei diesem Service auch Programmeüber ISDN laden, was mit Hilfe eines Akkustikkopplers nicht möglich ist. " Schon bei Datex-P könnten sich Schwierigkeiten ergeben, weil hier die Datenübermittlung zu lange dauere. Außerdem sei es denkbar, über ISDN PCs von einer Zentrale aus mit Software zu versorgen, eine Down-Load-Anwendung also.

Weitere wichtige Aktivitäten auf dem Anwendungssektor stellen die einschlägigen Bemühungender "AG ISDN Marketing" und der Telekom dar. Die vom Fachverband Informations- und Kommunikati- onstechnik gegründete Gesellschaft hat sich die Aufgabe gestellt, anhand konkreter Anwendungsbeispieledas ISDN-Nutzungspotential aufzuzeigen und Marketing-Aktivitäten zu initiieren.

Der Post-Projektgruppe "ISDN-Anwendungsentwicklung und -förderung" geht es insbesondere darum, die Anwendung für den Benutzer im Rahmen von Pilot-Konfigurationen transparent zu machen. Beispielhaft ist das Projekt Filis (Filial-Informationssystem), im Rahmen dessen das Einzelhan-delsunternehmen dm-Drogeriemarkt in Karlsruhe seine insgesamt 260 Filialen auf ISDN umstellt. Die Lösung dient unter anderem als Marktsteuerungssystem, wobei im Vordergrund eine umfassende Informa- tionsgewinnung über Verkaufsvorgänge steht. Diese Infos bilden dann die Basis für die strategisch wichti-gen Bereiche Kunden-, Waren- und Sortiments-Management. Eine Preisauszeichnung der Waren wird dabei überflüssig.

Ein weiteres Projekt, "Index" genannt, ist dafür gedacht, die Steuerung und Wartung numeri-scher Werkzeugmaschinen zu bewerkstelligen. ISDN bietet hier Teilservice-Hilfen, beispielsweise den Dialog des Maschinenbedieners mit der Servicezentrale, die Informationsübertragung vom Bedienfeld der Werkzeugmaschine an den Servicerechner und die Ausgabe von Serviceunterlagen. Zusätzlich ist nochdie Fernbetreuung der Maschine über das diensteintegrierende Netz möglich.

Beim Projekt "Integrata" liegt der Hauptakzent auf dem Bildtelefon, das hier zur Koordinie-rung der Software-Projektabwicklung dient. Nach bisherigen Erkenntnissen können die Anwender rund 50Prozent ihrer Abstimmungsgespräche über diese visuelle Schiene abwikkeln. Neben einer Verminderungder Reisetätigkeit und Zeiteinsparungen springen Kostenreduzierungen heraus.

ISDN erobert auch die Kommunalverwaltung

Soviel zu den Post-Projekten, insgesamt 40 an der Zahl. Terrain gewinnt ISDN des weiteren in den Kommunen. Siemens präsentierte auf der CeBIT ein Paradebeispiel auf diesem Sektor. Das dort gezeigte Kommunikationskonzept für die Stadtverwaltung Olsberg basiert auf dem Siemens-System Hicom 300 und ist von seiner Ausprägung her für alle ähnlich großen Kommunalverwaltungen - über 8000 sind esallein in der Bundesrepublik Deutschland - geeignet.

Olsberg, das "Tor" zum Hochsauerland, ist eine noch junge Stadt; sie entstand 1975 im Rahmen der kommunalen Neugliederung, zählt heute nahezu 15000 Einwohner und ist Mitglied der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale (KDVZ) Hellweg-Sauerland in Iserlohn. Neben einem direkten Dialog zwischen städtischem Sachbearbeiter und dem Großrechnner der KDVZ tendierten die Olsberger zu einer teilautonomen Datenverarbeitung. Die Pilotphase hatte gezeigt, daß die Anforderungen auf Sachbearbeiterebene anders gelagertsind als auf der Ebene von mittlerer Führung und Verwaltungsleistung. Nach Abwägen der Möglichkeitenzwischen einer reinen DV-Lösung und einem ISDN-Kommunikationssystem entschied sich die Stadt für Hicom 300 mit Multifunktions-Terminal. Ein Anwendungsbeispiel: Will der Stadtdirektor die neueste Festschreibung des Investitions-haushalts mit dem Kämmerer durchsprechen, kann er das von seinem Telefon aus tun. Während er telefoniert, kann sich Stadtdirektor von seinem Gesprächspartner die Zahlenkolonnen aus sein Multifunktions-Terminal senden lassen, so daß beide diselbe Gesprächsgrundlage vor Augen haben.

Hicom-Systeme auch für die DDR

Im neuen Olsberger Rathaus arbeiten die Mitarbeiter, die nur gelegentlich Daten aus dem Groß- rechner benötigen, mit dem Multiterminal MT 3510. Sie können damit - entsprechend ihrer Berechtigung - Informationen vom Großrechner abfragen und verarbeiten, ferner eigene Texte erfassen, Post elektronisch verschicken oder empfangen und natürlich auch komfortabel telefonieren. Ein zusätzliches DV-Terminal ist nicht erforderlich. Als Erweiterungen sind die Einführung des Pakets "Terminmanager" und der Zugriff auf das Informations- und Abrechnungssystem der Kurverwaltung möglich.

In diesem Kontext noch eine Bemerkung am Rande: Der Bereich Private Kommunikationssysteme der Siemens AG und Betriebe der Nachrichtentechnik in der DDR haben eine Absichtserklärungunterzeichnet, nach der sie künftig auf dem Gebiet der privaten Kommunikationstechnik zusammenarbeiten und dabei das Hicom-System nutzen wollen. Schließlich und endlich soll noch eine Anwendung zur Sprache kommen, für die insbesondere mobile Mitarbeiter, die auch mit dem Autotelefon arbeiten, sich erwärmen können: ISDN als Heinzel-männchen für Autofahrer. TK-Experte Wolfgang Steiert von der Northern Telecom Europe Ltd. hat hierdie folgende Lösung parat: Verläßt ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz mit TK-Anlage, gibt er zuvor seine Autotelefon-Nummer ein. Nun eingehende Anrufe werden an die nächstliegende ISDN-Vermittlungsstelleund von dort aus an das jeweilige Vehikel weitergeleitet.

Zeitmangel im Mittelstand

Die Anwendungsmöglichkeiten bei ISDN sind also vielfältig, für den Großteil der Anwenderjedoch nicht mehr als eine Worthülse. Im bayerischen Telekommunikations-Zentrum Mütel mit Sitz inMünchen, gibt man sich eher skeptisch. Ganz entscheidend komme es für den Mittelständler darauf an, die verschiedenen Kommunikationstechniken in Hinblick auf ihre Nutzungspotentiale richtig einzu-schätzen. Der Weg führe hier zunächst über eine betriebswirtschaftliche Analyse des Ist-Zustandes, die oft noch nicht aus eigener Kraft bewältigt werden könne. So sei es zum Beispiel notwendig, die Verwaltung und Ablauforganisation im Zuge einer Einstimmung auf ISDN umzustellen. Auch Zeitmangel bei mittel-ständischen Unternehmen spiele hier eine ganz entscheidende Rolle. Dazu Wolfgang Triebe, Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei Mütel mit Hinblick auf die CeBIT: "Da oben findet etwas statt, was unbedingt notwendig ist, um Markt, Technik und Experten zusammenzuführen. Aber die eigentliche Zielgruppe, nämlich die 97 Prozent der deutschen Wirtschaftsbetriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern, die wird man dort nicht finden". Wenn es um ISDN oder Kommunikationstechniken gehe, müsse man beim technischen Niveau viel niedriger ansetzen.

Die Mütel-Experten selbst versuchen mit ihrem Othello-Beratungsprogramm Lücken zu schließen. Erste Ergebnisse der entsprechenden Kurzanalyse ergaben, daß bei 25 von 100 Betrieben der ISDN-Einsatz Kostenvorteile bringen könnte. Die darauffolgende Langzeitanalyse, in die 15 ausgewählteFirmen einbezogen wurden, ergab daß sich nur für drei Unternehmen ISDN wirklich rentiert. Mütel-Projektleiter Gerhard Wiedemann klagt ein bißchen: "Die Endgeräte sind zu teuer oder nicht verfügbar und die Anwendungssoftware ist noch nicht ausgereift, auch fehlen Benutzeroberflächen. "Ebenfalls in Hinblick auf die PC-Karten könne bei Preisen bis zu über 1000 Mark nicht gerade von kostengünstigen Ausgangsbedingungen oder einem ISDN-Honigschlecken die Rede sein. Für kleine Firmen tue sich ein "Nichts" auf, da es keine PBXen mit beispielsweise bis zu 16 Nebenstellen gebe. Die marktüblichen Systeme bezeichnet Wiedemann als Overkill-Anlagen für den Mittelstand.

Aufgeführte Lösungen und Konzepte für ISDN

- IBD: Intelliphone-Konzept mit Dialer-Software für analoge PBXen und DOS-PCs; Dialer-Software für ISDN,

- Siemens: Telas-Bas für die Kopplung von Unix und Telefon, ISDN-Projekt in Olsberg. Einsatz eines Hicom-Systems 300,

- Telekom-Projekt "Filis" für den dm-Drogeriemarkt in Karlsruhe. Anwendung: Informationsgewinnung über Verkaufsvorgänge,

- Telekom-Projekt "Index" mit der Anwendung Steuerung und Wartung von von numerischen Werkzeug-maschinen,

- Telekom-Projekt "Integrata" zur Koordinierung der Software-Projektabwicklung mittels Bildtelefon

- Siemens-Hicom-System in Olsberg,

- Othello-Beratungsprogramm von Mütel.