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13.01.1989 - 

Institut der deutschen Wirtschaft untersucht Arbeit am Terminal:

DV-Know-how löst Akzeptanzprobleme

KÖLN (CW) - Bildschirmarbeit wird nach wie vor nicht von allen Mitarbeitern akzeptiert. Weniger die Angst vor eventuellen gesundheitlichen Schäden spielt hierbei eine Rolle, vielmehr werden die Betroffenen durch ihre mangelnde Qualifikation verunsichert. Die rechtzeitige Vermittlung von DV-Wissen wird nämlich in den meisten Betrieben versäumt, erklärt das Institut der Deutschen Wirtschaft.

Die Zahl der Bildschirmarbeitsplätze hat nach Aussagen des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln in allen Arbeitsbereichen kräftig zugenommen. So standen 1987 allein in bundesdeutschen Büros 1,3 Millionen Terminals, fast viermal soviel wie fünf Jahre zuvor.

Die erste Generation der Bildschirmgeräte hat nach arbeitswissenschaftlichen Kriterien häufig Mängel aufgewiesen. Das größte Problem waren flimmernde Bildschirme. Darüber hinaus konnten, so das Wirtschaftsinstitut, Arbeitswissenschaftler eine Reihe von Fragen, die den Arbeitsplatz am Terminal betrafen, nicht befriedigend beantworten. Werden die Augen belastet? Wie sieht der ideale Bildschirmarbeitsplatz aus? Sind Arbeitspausen nötig und warum? Bestehen Strahlungsgefahren?

Defizite bei Mikrocomputern, die bislang aus arbeitswissenschaftlicher Sicht als Belastungsfaktoren für Mitarbeiter galten, sieht das Institut der deutschen Wirtschaft inzwischen als behoben an. Inbesondere durch folgende Vorteile zeichnen sich nach Meinung der Marktanalysten Bildschirmgeräte inzwischen aus:

- flimmerfreie und scharfe Schrift,

- vom Bildschirm getrennte Tastatur,

- regulierbarer Kontrast und einstellbare Helligkeit,

- Mindestzeichengröße von 2,6 Millimeter,

- reflexionsarme Bildschirmoberfläche und Tastatur,

- flache Tastatur.

Probleme nicht technischer Natur

Auch Meldungen über Strahlengefahren beurteilt das Wirtschaftsinstitut als unhaltbar. Vielmehr hätte eine Untersuchung des Hamburger Amtes für Arbeitsschutz ergeben, daß Probleme bei der Arbeit am Bildschirm meist nicht technischer Natur seien, sondern auf arbeitsorganisatorischer Ebene lägen. So veränderten die neuen Informationstechniken zum einen zwangsläufig auch die Arbeitsaufgaben. Anpassungs- und Akzeptanzprobleme ergäben sich jedoch nur dann, wenn Mitarbeiter nicht rechtzeitig auf die Arbeit am Computer vorbereitet würden. Schwierigkeiten ließen sich auch durch abwechslungsreiche Tätigkeiten vermeiden. Reine Eingabe-Bildschirmarbeitsplätze beurteilen Arbeitswissenschaftler wegen Monotonie und statischer Körperhaltung als ungünstig.

Mangelndes DV-Know-how gilt als ein weiteres Akzeptanzhindernis. Die erforderlichen Qualifikationen bei der Einführung neuer Informationstechniken sollten sich nicht auf die bloße Beherrschung der Bedienungsfunktionen beschränken. Vielmehr müßten den Mitarbeitern auch Kenntnisse über den Aufbau eines DV-Systems vermittelt werden. Dies erleichtere die Akzeptanz, baue Ängste oder Streß bei Bedienungsfehlern ab und erleichtere die Umstellung auf die sich derzeit schnell veränderne Struktur der Software-programme.