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13.04.1984 - 

Gehaltsentwicklung von Führungskräften zeigt abnehmende Tendenz:

DV-Manager müssen Gürtel enger schnallen

MÜNCHEN (ha) - DV-Führungskräfte gehören nach wie vor zu den Spitzenverdienern in bundesdeutschen Unternehmen. Dennoch: Größere Einkommenssprünge sind keineswegs mehr die Regel. Zwar erhält ein Org./DV-Manager heute ein durchschnittliches Jahressalär von etwa 120 000 Mark, muß sich jedoch mit gebremsten Wachstumsraten zufriedengeben. Erzielten DV-Verantwortliche einer Erhebung der Hamburger Consulting Gesellschaft Handelsdienst GmbH zufolge in 1983 noch Zuwächse von bis zu 15 Prozent, so konnten sie diesjährig im Durchschnitt lediglich um 5,2 Prozent zulegen. Zu diesem Ergebnis kamen jetzt sieben der größten deutschen DV-Personalberater, die im Auftrag der COMPUTERWOCHE die derzeitige DV-Gehaltsentwicklung untersuchten.

Das hohe Einkommen von DV-Führungskräften resultiert nach Auffassung von Personalberatern keineswegs nur aus ihrer besonderen Qualifikation. Daß DV-Manager zum Teil erheblich mehr verdienen als ihre Fachabteilungskollegen, sei vielmehr eine Folge des derzeit leergefegten Stellenmarktes. Dabei scheuten insbesondere Datenverarbeiter der obersten Führungsebene - DV-Chefs oder Org./DV-Leiter - den Sprung in ein anderes Unternehmen. Wechselbereit seien indes eher die Verantwortlichen der Systemanalyse oder der einzelnen Programmierbereiche. Grund: Die Hartnäckigkeit ihrer Vorgesetzten, an ihrem Stuhl "festzubacken", blockiere in hohem Maße ihr Weiterkommen.

Die von der COMPUTERWOCHE zum Thema DV-Gehälter befragten Personalberater - die Diebold Deutschland GmbH in Frankfurt SCS in Hamburg, PA in München, KLW in Bad Homburg, Steinbach & Vollmer in Stuttgart, Baumgartner & Partner in Sindelfingen sowie die Plaut Personalberatung in Stuttgart - kamen bei geringfügigen Abweichungen zu einem nahezu übereinstimmenden Ergebnis.

Als Topverdiener in der Riege der DV-Führungskräfte behaupteten sich die Leiter der DV-Organisation mit Jahresdurchschnittsbezügen von 120 000 Mark, gefolgt von den DV-Chefs mit Einkommen von 113 000 Mark. Während Org./DV-Verantwortliche mit einem maximalen Verdienst von 156 000 Mark ausgewiesen werden, konstatieren die befragten Personalberater, daß in Einzelfällen - insbesondere in größeren Konzernen - noch einiges mehr bezahlt werde. Das Gesamteinkommen im DV-Establishment sei jeweils abhängig von der Größe der eingesetzten DV-Anlage und der Mitarbeiterzahl in der DV-Abteilung. So könne ein DV-Manager, der zum Beispiel mit einem System IBM 3084 Q arbeite, gegenüber einem Kollegen an einem IBM-4300-Prozessor, mit einem Mehreinkommen von jährlich bis zu 20 000 Mark rechnen.

Abgefallen in der Gehaltsbewertung ist der Leiter des Rechenzentrums. Er verdient gegenüber dem Verantwortlichen der Systemanalyse jährlich rund 5 000 Mark weniger. Das Schlußlicht in der Einkommensskala stellt jedoch der Leiter der Organisationsprogrammierung dar. Einen Sprung nach vorn machte nach Aussagen der Personalberater der Chef der DV-Koordination. Bislang als Verbindungsmann zwischen DV-Abteilung und Fachbereich angesiedelt, konnte er bei zunehmender Dezentralisierung von Computer-Power auf Platz fünf vorrücken.

Hinter dem DV-Chef (8,6 Prozent) konnte der Leiter der DV-Koordination zudem mit 6,5 Prozent den zweitgrößten jährlichen Gehaltszuwachs verbuchen. Die geringsten Gehaltssteigerungen fielen auf den Rechenzentrumsleiter, der sich mit 2,6 Prozent begnügen mußte.