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Nixdorf liegt mit Kleincomputern gut im Rennen:


15.10.1982 - 

DV-Markt Spanien für Ausländer interessant

MADRID - Der EG-Bewerber Spanien würde bei einem Beitritt in die Zehnergemeinschaft nicht nur einen weiteren "Weinberg", sondern auch einen Markt für Datenverarbeitungsanlagen einbringen. Wie dieser aussieht, dürfte nicht zuletzt die deutschen Hersteller interessieren. Dabei kann generell von verschiedenen Marktreserven ausgegangen werden, obwohl es - mangels genauerer Angaben über die im Lande installierten Anlagen - nur Vermutungen über den wirklichen Bedarf gibt.

Immerhin berichtet der Herstellerverband Asociacion Nacional de Industrias Electronicas (Aniel) in Madrid von einem Inlandsmarkt 1981 zwischen 70 und 77 Milliarden Pesetas. 1979 hatte das Volumen 63,3 und 1980 72,5 Milliarden Pesetas betragen. Von diesem Kuchen entfielen bisher rund 50 Prozent auf IBM und höchstens je zehn Prozent auf Univac, Olivetti, NCR sowie Nixdorf Schätzungsweise fünf Prozent belegten Honeywell Bull und Philips. Für die Zukunft wird mit gravierenden Veränderungen dieser Umsatzanteile gerechnet.

Wie aus Madrid verlautet, dürften die Kreditinstitute augenblicklich etwa die Hälfte des Umsatzes aufnehmen. Große Industrie- und Dienstleistungsunternehmen würden 20 Prozent, kleine und mittlere Unternehmen 25 Prozent und die öffentliche Verwaltung fünf Prozent bestreiten. Die Inlandsproduktion erreichte 1979 erst 7,1 und 1980 10,6 Milliarden Pesetas. 1979 wurden Datenverarbeitungsanlagen für 4,2 Milliarden Pesetas (+ 121 Prozent) exportiert und für 19,8 Milliarden Pesetas (+ 12 Prozent) importiert. Die amtlichen Angaben weichen allerdings erheblich von den Verbandszahlen ab - was den Überblick abermals erschwert

Während IBM in Spanien überwiegend Bandgeräte, -steuerungen und Terminals herstellt, baut Nixdorf Computer S. A. seit September 1981 DV-Geräte für kleinere und mittlere Unternehmen sowie für Banken. Ein anderer wichtiger Name ist Secoinsa, der besonders mit Datenerfassungssystemen, Terminals und Microcomputern verbunden ist.

Importierte Anlagen werden vorzugsweise über Werksvertretungen der ausländischen Hersteller vertrieben, aber auch über Vertretungsunternehmen im Lande (etwa Gisbert, Hispano Electronica). Einer Faustregel nach werden große und mittlere DV-Anlagen, die etwa drei Viertel des Umsatzes belegen, vermietet, wogegen die kleineren Anlagen zum Verkauf kommen.

Gerd F. Hartmann ist freier Wirtschaftsjournalist