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07.06.1991 - 

Die" Global Players " klagen über Gewinneinbrüche, aber

DV-Nischenanbieter steigern Profite trotz US-Rezession

NEW YORK (CW) - Offenbar haben kleinere DV-Unternehmen nicht so sehr unter der US-Rezession zu leiden wie die sogenannten Global Players. Unter den hundert wachstumsstärksten amerikanischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 150 Millionen Dollar stellen die IT-Companies mit 34 Firmen die größte Gruppe. Dabei handelt es sich entweder um Spezialanbieter von Hard- und Software, um Distributoren oder um Nischenanbieter im Halbleiter-Bereich.

Einer Untersuchung von 3579 US-Firmen zufolge, die im Auftrag des amerikanischen Wirtschaftsmagazin "International Business Week" von Standard & Poor's Compustat Services Inc. durchgeführt wurde, weisen die 100 besten Companies ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 115,7 Prozent auf - die Computerunternehmen darunter wuchsen innerhalb der letzten drei Jahre im Schnitt immerhin um rund 105 Prozent. Unter den IT-Companys hat während dieser Periode die Cisco Systems (Kommunikations-Equipment) mit einem Profitwachstum von 489,4 Prozent am stärksten zugelegt. Da sich die Rangfolge (siehe Grafik Seite 1) aber aus der Bewertung der durchschnittlichen Absatz- und Gewinnwachstumsraten sowie aus dem Return on Capital in den letzten drei Jahren errechnet, steht Cisco auf Platz zwei. Der CASE-Tool-Hersteller Knowledgeware hat sich mit "nur" 120,3 Prozent Profitzuwachs an die Spitze der DV-Anbieter gesetzt.

Alle in dieser Liste der hundert besten Kleinen geführten DV-Unternehmen profitieren von ihren Spezialkenntnissen und -Produkten in bestimmten, eng begrenzten Bereichen, die entweder zur Zeit stark nachgefragt werden (CASE-Tools) oder en vogue sind, wie etwa Grafik- karten und -software. Die Konzentration auf eines oder wenige Produkte für eine Marktnische bringt allerdings auch die Gefahr eines plötzlichen Absturzes mit sich, dann nämlich, wenn die technologische Führerschaft verloren geht oder das Marktsegment von großen Playern penetriert wird.

Aber auch auf die"heißesten" Firmen wirkt sich die Rezession in den USA aus. Laut "Business Week" lag das durchschnittliche Wachstum der 100 Besten im vergangenen Jahr noch um knapp 20 Prozent höher. Vergleicht man diese Steigerungen jedoch mit denen der größeren Hersteller, können die Kleinen stolz sein: Der 400 börsennotierte Firmen umfassende Standard & Poor's-Index weist für 1990 einen durchschnittlichen Gewinnrückgang von sieben Prozent bei einem Absatzwachstum von elf Prozent aus.