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16.05.1986 - 

Am meisten Einkommenszuwachs im Sektor Systemarchitektur und Kapazitätsmanagement

DV-Personal: Steiler Anstieg auf Gehaltsskala

NEW YORK (lo) - Kasse machen DV-Verantwortliche vor allem in den USA. Sie verdienen laut Edward Perlin Associates, Inc. bis zu 36 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. System- und Kommunikationsmanager führen dabei die Riege der Moneymaker an. Dieser Anstieg markiert, so die New Yorker Consultants, das höchste Einkommensplus der vergangenen vier Jahre. Doch auch deutsche DV-Entscheider können mit ansehnlichen Zahlen aufwarten.

Mit 15 Prozent doppelt so hoch wie im Vorjahr - als von den Perlin-Beratern ein Zuwachs von sieben Prozent gemessen wurde - war die durchschnittliche Gehaltssteigerung für Führungskräfte in der Informationsverarbeitungsbranche .

Für insgesamt 22 Positionsbeschreibungen aus den Sektoren DV, Information und Kommunikation weist die New Yorker Erhebung Veränderungen im Gehaltsgefüge nach. Das Jahresgehalt beginnt danach für DV- und Informationsmanager - erste und zweite Führungslinie - in großen Unternehmen der Kredit- und Versicherungswirtschaft sowie in der Branche "Finanzielle Dienstleistungen" in diesem Jahr bei knapp unter 60 000 Dollar und reicht bis zu runden 150 000 Dollar hinauf, sämtliche Vergütungsextras wie geldwerte Vorteile, variable Anteile und Tantiemen eingerechnet.

Den größten Sprung vorwärts machten unter den tausend befragten Verantwortlichen jene im Segment Systemarchitektur und Ressourcenmanagement mit 36 Prozentpunkten. Gestalter überregionaler und weltweiter Netzwerke legten nur zwei Punkte weniger zu; Informations- sowie Kommunikationsmanager addierten 28 Prozent zum bisherigen Jahresverdienst. Der Leiter Telekommunikations-Service vermehrte seine Einkommensanteile um knapp 30 Punkte, Verantwortliche in der Systementwicklung machten immerhin ein Plus von 25 Prozent beim -Einkommen.

Als Schlußlicht in der Perlin-Erhebung über aktuelle US-amerikanische Gehaltssteigerungen mit weniger als fünf Prozentpunkten Zuwachs gelten die Office-Automation-Manager: Sie rangieren, belastet sie doch - nach Erkenntnissen der New Yorker Consultants - ein schwaches Image im Unternehmen, in der Hierarchie auf unterem Niveau.

Kaum Hoffnung auf monetären Höhenflug

Diese Raten seien "stark gegriffen" und würden hierzulande von DV- und Informations-Verantwortlichen sicherlich nicht erreicht, nimmt die Kienbaum-Personalberatung zu den New Yorker Werten Stellung, ohne indes vergleichbare Zahlen für Gesamtbezüge deutscher DV-Entscheider anzugeben. Ähnlich skeptisch gibt sich die Handelsdienst GmbH in Hamburg. Sie kann den deutschen DV-Managern kaum Hoffnung machen, sich, wie ihre amerikanischen Kollegen, von den übrigen Topverdienern monetär abzuheben: Wären doch hierzulande geringere Preissteigerungsraten zu verzeichnen gewesen als in den USA und daher auch der Bedarf in diesem Maß nicht vorhanden.

In bestimmten Bereichen noch steilere Kurven auf der Gehaltsskala sieht jedoch die PA Personalberatung GmbH in Frankfurt als durchaus realistisch an, "wenn ein Unternehmen erfolgreich und der Zusammenhang zwischen Bezahlung sowie Umsatz- und Ergebnissteigerung vorhanden ist". Besonders ins Gewicht fielen gerade bei Vetriebs- oder Dienstleistungs- und Serviceorganisationen neben dem "guten" Grundgehalt. Die Zahlen beispielsweise für Systemspezialisten, Softwareexperten sowie Applikations- und Vertriebskräfte seien nicht selten "erstaunlich".

Auch das Beratungsunternehmen Korn/Ferry International GmbH in Frankfurt will für Branchenzweige, die erheblich zugelegt haben, dem amerikanischen Durchschnittswert zustimmen. Da man sich in einem sehr aktiven Markt nur wenige kompetente Leute zu teilen habe, bewege sich der "Incentive" etwa bei einem Unternehmenswechsel wenigstens - und gekoppelt mit dem Prestige des neuen Arbeitgebers sowie der Position - auch über die 15 Prozent hinaus.