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10.03.1989 - 

Schlechte Noten für Bits- und Byte-Fummler in den USA:

DV-Spezialisten sind keine Manager

MÜNCHEN (CW) - Wenig gewandelt hat sich in den letzten Jahren das Bild des DV-Profis. Nach wie vor fehlen Ihm Durchsetzungsvermögen, unternehmerisches Denken sowie die Fähigkeit zum Dialog. US-Unternehmen zogen die Konsequenz und lassen wichtige DV-Projekte eher von Externen als von ihren DV-Spezialisten durchführen.

Viele Unternehmen in den USA haben nach leidvollen Erfahrungen einsehen müssen, daß ihre DV-Profis, einschließlich der DV-Verantwortlichen, im Grunde ihres Herzens immer noch die hemdsärmeligen Technik-Freaks geblieben sind. Das Brüsseler Beratungsunternehmen, die OTR-Gruppe, hat nach einem Bericht der Financial Times dieses Phänomen genauer unter die Lupe genommen. In zwölf US-Unternehmen wurden typische Systemanalytiker und Programmierer über die Einstellung zu ihrem Job befragt. Fazit: Ihre Kommunikationsscheu ist in ihrer Persönlichkeit begründet.

Vor allem die DV-Manager haben laut OTR Probleme im Umgang mit Menschen. So leidet ihr Verhältnis zur Geschäftsleitung häufig unter ihrer Unfähigkeit zum Dialog, aber auch die eigenen Mitarbeiter klagen darüber. Die belgischen Marktanalysten sind überzeugt, daß auch Kommunikations-Seminare hier wenig helfen würden.

Durchsetzungsvermögen und unternehmerisches Denken gehörten eben nicht zur Stärke dieser Berufsgruppe. Die OTR-Berater halten es gleichwohl für dringend erforderlich, daß DV-Mitarbeiter künftig ihre Einstellung ändern. Schließlich läge es an ihnen, dem Unternehmen mit ihren Entwicklungen und Anwendungsprojekten Wettbewerbsvorteile zu sichern. Da seien neben den Fachkenntnissen auch mehr Persönlichkeit und Firmeninteresse entscheidend.