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13.05.1988 - 

Kienbaum: Berufspraxis und Qualifikation bestimmen die Vergütung

DV-Spezialisten starten bei Gehältern durch

GUMMERSBACH (CW) - Auf hohem Niveau, aber ohne die bisherigen rasanten Zuwächse - so skizzieren Gehaltsanalytiker der Kienbaum Vergütungsberatung In Gummersbach die Tendenz bei der Vergütung von DV-Fachleuten. Besonders teuer machen sich die raren System-Spezialisten.

Voraussetzung fair ein rundes Einkommen sind Berufserfahrung sowie eine fundierte Qualifikation, so die jüngste Gummersbacher Vergütungserhebung über "Führungs- und Fachkräfte in der DV" mit über 9000 Positionsmeldungen. Beispiel: Ein Organisationsprogrammierer verdient mit 28 Jahren 58 000 Mark im Jahr. Sein um 20 Jahre älterer Kollege streicht rund 20 000 Mark mehr ein.

Die formal bessere Ausbildung schlägt sich sichtbar im Gehalt nieder. Beim Einkommen hat der Hochschulabsolvent mit 149 000 Mark im Jahr um 26 000 Mark die Nase vor dem Kollegen mit einem mittleren Bildungsabschluß. Unterschiede bestehen auch gegenüber dem Fachhochschüler.

Der Mangel an Experten läßt - wie bisher - die Schere zwischen Leistungsprofil und Verdienst auseinanderklaffen. Systemspezialisten etwa können zum Thema Salär weniger moderate Töne anschlagen. Wie Kienbaum im vergangenen Jahr beobachtete, überrunden Systemexperten, Systemanalytiker oder auch hochqualifizierte Datenbankfachkräfte den Org./DV-Leiter in zumindest kleineren Betrieben auf der Gehaltsskala. Der Engpaß an System-Leuten bleibe auch weiterhin bestehen, meinen die Kienbaum-Experten. Ausbildungsinstitute können den Mangel an diesen DV-Fachkräften bislang nicht auffangen.

Der Wachwechsel in den DV-Schaltzentralen hat indes begonnen. Für die neue Generation der Informationstechniker ist das Examen an einer Hochschule Selbstverständlichkeit geworden. Mit einer qualifizierten Ausbildung ist es leichter, in anspruchsvollere Positionen zu gelangen. So haben laut Kienbaum 40 Prozent aller "Leiter Organisation und DV" einen Hochschulabschluß. Lediglich ein Fünftel besitzt nur die Mittlere Reife.

Dennoch zählt Berufserfahrung bei angehenden DV-Fach- und Führungskräften zu den unverzichtbaren Kriterien fair eine hohe Dotierung. Fünf Jahre Praxis sind nach Ansicht der Gummersbacher jener Zeitraum, mit dem sich wirkungsvoll bei Gehaltsverhandlungen argumentieren lasse.

Neben dem Technik-Know-how zählt aber auch die Persönlichkeit des Kandidaten. Belastbarkeit und Teamfähigkeit etwa sind Eigenschaften, die Personalchefs wie auch DV-Leiter schätzen.

Weiterbildung gewinnt in der schnellebigen DV-Branche innerhalb der Unternehmensleistungen an Gewicht. Bei internem wie externem Training unterscheiden sich größere von kleineren Unternehmen durch ein umfangreiches Angebot. Dieses Gefälle zeigt sich auch bei den übrigen Sozialleistungen oder zusätzlichen Sicherheiten wie der betrieblichen Altersversorgung, der Gehaltsfortzahlung bei Krankheit und Tod sowie der Unfallversicherung.

Informationen: Kienbaum Vergütungsberatung, Postfach 10 05 52, 5270 Gummersbach 1, Telefon 0 22 61/6 50 48