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10.08.1984 - 

Seit Jahren in Japans Lehrplänen:

DV-Stoff für alle Schulklassen

MÜNCHEN (CW) - Schon 1969 startete das japanische Erziehungsministerium DV-Aktivitäten an den Schulen. Bei dem Einsatz von Computern gelten private Institute mit 32,2 Prozent und Oberschulen mit 49,8 Prozent als die deutlichen Vorreiter für die "Neue Technik" im Unterricht. Das Schlußlicht bilden die Grundschulen mit einem Ausrüstungsgrad von 0,1 Prozent.

Schon die frühen Überlegungen des Ministeriums in Zusammenarbeit mit dem Council for Science and Industrial Education (CSIE) über eine Ausbildung in der Datenverarbeitung an höheren Schulen enthielten sowohl den theoretischen als auch praktischen Aspekt. Erst diese Verbindung konnte nach Auffassung der verantwortlichen Stellen einen sachgerechten und den beruflichen Anforderungen genügenden Umgang der Schulabgänger mit der neuen Technik gewährleisten. Um den Einsatz an allen Instituten möglichst effektiv zu gestalten, nutzte man die

ersten Modellkurse für Schüler auch zugleich als Möglichkeit der Lehrerausbildung. Dem Lehrernachwuchs an der Universität bot man gleichzeitig ähnliche Kurse während der pädagogischen Ausbildung an.

Nach zwölf Jahren, im Mai 1982, zeigten die Statistiken, wie sehr Nippons Schüler mit dem Computer auf Du und Du standen. Informationstechnologie und Datenverarbeitung erschienen bei 2600 Schulen auf dem Lehrplan. Nahezu die Hälfte aller Oberschulen (45,6 Prozent) und 1,8 Prozent der Mittelschulen besaßen Hard- und Software neben Tafel und Kreide. Computerunterstützer Unterricht (CAD) machte sich mit 34 Prozent in Oberschulen bemerkbar computergelenkter Unterricht (CMD) war mit 61,4 Prozent die beherrschende Vermittlungsform geworden.

Selbst in den unteren Klassen fanden sich Schüler freiwillig zu Arbeitsgemeinschaften über "Neue DV-Technik" zusammen. Um dem regen Interesse der Schüler entgegenzukommen und die Computeranlagen stärker auszunutzen, funktionierte die Verwaltung einige Unterrichtsstätten zu regionalen DV-Zentren und Informatik-Ausbildungsplätzen um. Die Einrichtungen standen auch Schülern anderer Institute zur Verfügung. In 36 Präfekturen von insgesamt 47 im ganzen Land nahmen 1982 solche ausgewählten Schulen diese Doppelfunktion wahr. Damit standen über drei Viertel (77 Prozent) der geplanten Computereinrichtungen für die Schüler bereit.

Nach Angaben des Unterrichtsministeriums ist im Schnitt jedes naturwissenschaftliche Gymnasium und jede Handelsschule mit vier Computern ausgerüstet, für über die Hälfte aller Schüler steht DV-Unterricht auf dem Lehrplan.

Stimmen aus Forschung und Wirtschaft beurteilen die Kenntnisse der Schulabgänger positiv. Zahlen weisen die steigenden Chancen der Jugendlichen aus, im Hard- und Softwarebereich etwa der Fertigungsindustrie, der Banken und des Handels einen attraktiven Job zu finden.