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23.05.1986 - 

Kienbaum-Studie über das Salär von Top-Kräften belegt:

DV-Vergütung bleibt auf hohem Niveau

Keine Zeit zur Erholung läßt die ständig wachsende DV-Branche dem Personalmarkt. Die Ausbildungsmöglichkeiten werden der Nachfrage Immer noch nicht gerecht. So haben EDV-Kräfte für die Zukunft, folgert Erhard Schmidt von der Gummersbacher Kienbaum Vergütungsberatung, nicht nur gute, sondern sehr gute Berufschanchen. Qualifizierte Kenntnisse eröffnen zunehmend auch den Weg in anspruchsvolle Positionen. Als einen Erfolgsindikator dafür sieht der Berater die aktuelle Gehaltsstruktur von DV-Führungs- und Fachkräften.

Spitzenverdiener - so die Studie "Führungs- und Fachkräfte in der EDV 1986" - ist der "Leiter Organisation und Datenverarbeitung". Er kommt einschließlich aller Nebenleistungen wie Prämien, Tantiemen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld auf durchschnittlich 126 000 Mark pro Jahr. Weiterhin zählen zu den besser Verdienenden der "Leiter der EDV", der "Leiter Programmierung" und der "Leiter Rechenzentrum". Ihre durchschnittlichen Einkünfte liegen bei 109 000, 95 000 und 99 000 Mark pro Jahr. Schlußlichter der Gehaltsskala sind die Datentypistinnen mit 39 000 Mark.

Hinter den Durchschnittswerten - sie stammen von fast 8 000 DV-Mitarbeitern aus 30 typischen DV-Berufen - verbergen sich oft erhebliche Gehaltsspannen. So wird die Struktur der Gehälter neben Leistungs- und Erfolgskriterien noch durch eine Vielzahl von Einflußfaktoren bestimmt, wie zum Beispiel Unternehmensgröße, Branche, Ausbildung, Alter/Berufserfahrung, Geschlecht, Standort und Größe der EDV-Anlage, gemessen an ihrem Mietwert.

Der wichtigste Ansatzpunkt ist dabei der Mietwert der EDV-Anlage, der eine klare Korrelation zu der Größe des Unternehmens aufweist. Es zeigt sich, daß große Unternehmen beziehungsweise Unternehmen mit großen EDV-Abteilungen, ihre Mitarbeiter tendentiell besser vergüten als kleine. Ausnahmen bilden hier die Rechenzentren und Softwarehäuser, die aufgrund ihres qualifizierten und universeller einsetzbaren Personals überdurchschnittliche Gehälter bezahlen. So liegt bei ihnen das Einkommen etwa zehn Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Branchentypische Gehaltsstrukturen sind nicht feststellbar; Konjunkturelle Gegebenheiten haben hier oftmals einen erheblichen Einfluß. Ebenfalls kein eindeutiges Resultat ergibt der Vergleich nach Bundesländern. Vielmehr sind Fragen nach der Struktur der Bundesländer entscheidend: Wie stark ist die Industrie vertreten? Überwiegend ländliche und kleine Gemeinden? Wie sieht das Verhältnis Angebot und Nachfrage aus? Allgemein läßt sich feststellen, daß die Vergütung in den deutschen Großstädten tendentiell besser ist als in kleineren Städten und Gemeinden.

Qualifizierte Ausbildung ist das sicherste Fundament

Das Einkommen steigt mit dem Lebensalter. Die Berufserfahrung und eine qualifizierte Ausbildung sind immer noch das sicherste Fundament, einen gut dotierten Job zu erhalten.

Gerade in Führungspositionen erhält die formal bessere Ausbildung immer mehr an Gewicht. Hochschul- und Fachhochschulabsolventen hauptsächlich der Fachrichtung Informatik und Wirtschaftsinformatik haben hier die größeren Chancen.

Wie in der gesamten Wirtschaft - hier ist die Frau in den Führungspositionen mit zwei bis drei Prozent stark unterrepräsentiert - liegt auch in der EDV der Anteil in den Führungspositionen nur bei drei bis vier vom Hundert. In den Fachpositionen sind es 14 Prozent, wenn man die typischen Frauenpositionen der "Leiter Datenerfassung" und "Datentypistin" einmal ausklammert. Aber auch in der Vergütung stehen sie hinter ihren männlichen Kollegen zurück. So erhalten sie in gleicher Position zirka 15 Prozent weniger Gehalt als die Männer.

Betriebliche Zusatzleistung gewinnt an Bedeutung

Ein Drittel aller EDV-Kräfte werden am Unternehmenserfolg beteiligt. Bei den Führungskräften erhält fast die Hälfte eine Erfolgsbeteiligung. Ihre durchschnittliche Höhe liegt zwischen ein und zwei Monatsgehältern.

Neben der monetären Vergütung - Fixum und Erfolgsbeteiligung - gewinnen die betrieblichen Zusatzleistungen immer mehr an Bedeutung. Insgesamt erhalten über 80 Prozent eine betriebliche Altersversorgung. Als Form wird bei 43 Prozent der Unternehmen die Pensionszusage bevorzugt.

An zweiter Stelle mit 25 Prozent steht die Direktversicherung. Ihr Verwaltungsaufwand ist geringer als bei der Firmenpension und wird hauptsächlich von kleineren Unternehmen bevorzugt.

Die 90seitige Studie "Führungs- und Fachkräfte in der EDV 1986" ist zu beziehen bei der Firma Kienbaum Vergütungsberatung, Postfach 100 552, 5270 Gummersbach 1, Telefon:

0 22 61/6 50 48.