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29.04.1988 - 

Marktanalysten untersuchen Gehälter im AuBendienst:

DV-Vertriebsbeauftragte sahnen kräftig ab

HAMBURG (ih) - Bei den GehäItern die Nase meist vorn haben die Verkäufer im Bereich der DV und Bürokommunikation. Zwischen 71 000 und 110 000 Mark streichen sie durchschnittlich ein. Spitzenverdiener nehmen bis zu 145 000 Mark pro Jahr mit nach Hause. Dieses Salär ist künftig nur dann gesichert. wenn der VB verstärkt elektronische Medien einsetzt.

Während der gestandene Außendienstmitarbeiter in anderen Branchen durchschnittlich 70 000 bis 90 000 Mark verdient, bringen es im Bereich DV/Bürokommunikation bereits die Anfänger auf 63 000 Mark, weist eine Studie der Handelsdienst GmbH in Hamburg aus. Provisionen, Prämien und sonstige Zuwendungen sind dabei im Gehalt enthalten. Neidvoll blicken die DV-Topleute indes auf ihre Kollegen aus der Textil-Import-Branche. Wer nämlich Orientteppiche, Hongkong-Seide oder "Lacoste-Shirts" aus Taiwan feilbietet, kann bis zu 148 000 Mark im Jahr machen. Wie die Untersuchung weiter ergab, muß für Schulung, Tages und Übernachtungsspesen, Pkw-Kosten sowie gesetzliche und freiwillige Leistungen mit Zuschlägen zwischen 40 und 60 Prozent auf das Bruttoeinkommen kalkuliert werden.

Diesen Ergebnissen liegen Angaben von 364 Unternehmen aus Groß und Außenhandel sowie handelsorientierten Firmen mit insgesamt: 5 096 Reisenden zugrunde. Insgesamt wurden von Handelsdienst 47 Branchen ausgewertet.

Im Schnitt etwas höher sehen die Marktauguren der Kienbaum Personalberatung GmbH die Gehälter der DV-Vertriebsbeauftragten. Nach einer Untersuchung, die demnächst publiziert wird, verdient der durchschnittliche Reisende um die 91 000 Mark, während sein erfolgreicher Kollege bis zu 148 000 Mark kassiert. Spitzenverdienste bis zu 240 000 Mark sind, so die Gummersbacher Vergütungsspezialisten, indes die Ausnahme.

Jedoch können auch die besten bundesdeutschen DV-Topverkäufer von den Gehältern nur träumen, die High-Tech-Manager in den USA erhalten: Diese streichen im Schnitt rund drei Millionen Mark ein (siehe auch "Lotus-Boß startet durch" auf dieser Seite).

Jedes dritte Unternehmen plant, so eine weitere Aussage der Handelsdienst-Marktanalysten, seinen Außendienst zu verjüngen, und jedes zweite hält es für notwendig, höhere Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter zu stellen. Deshalb wird auch verstärkt in die Schulung der Vertriebsbeauftragten investiert. Firmeninterne Schulungen und sogenannte Feldtrainings gewinnen weiter an Bedeutung. Auch langjährige Außendienstmitarbeiter müssen sich in vielen Unternehmen regelmäßig weiterbilden, um den Kunden komplexe Zusammenhänge besser erklären zu können. Der Aufwand für Schulungsmaßnahmen bewegt sich zwischen 5000 und 8000 Mark je Verkäufer und Jahr. Für das Wissens-Training der Vertriebsbeauftragten im DV-Bereich sind im Jahr durchschnittlich vier bis acht Tage eingeplant.

Die berufliche Zukunft des VB ist künftig nur dann gesichert, wenn er elektronische Medien einsetzt. Denn immer mehr Unternehmen versuchen, die Effektivität ihres Außendienstes durch gezielte organisatorische Unterstützung zu erhöhen. So soll beispielsweise der Innendienst stärker als bisher an der Vorbereitung von Kundenbesuchen mitarbeiten, die Tourenplanung verbessern und Auftragserfassung und Übermittlung sollen beschleunigt werden. Dazu gehört der Einsatz elektronischer Medien wie mobile Datenerfassung oder Btx. Wie die Handelsdienst-Umfrage ergab, besteht vor allem großes Interesse an der mobilen Datenerfassung. Mit ihrer Hilfe wollen die Unternehmen die Auftragserfassung und Abwicklung rationalisieren und den Kundenservice verbessern. Derzeit müsse man jedoch, so die Handelsdienst-Analysten, davon ausgehen, daß die Bewährungsprobe der mobilen Datenerfassungsgeräte noch aussteht. Trotz sinkender Hardware-Preise, einem immer größeren Software-Angebot und verminderter Schnittstellenprobleme könne mit einer schnellen Verbreitung erst gerechnet werden, wenn ISDN flächendeckend eingeführt wird. Im Augenblick sei es noch am sichersten und billigsten, den Außendienst durch Btx zu unterstützen. Die duchschnittliche Investition beim Btx-Einsatz je AuBendienstmitarbeiter beträgt laut Studie rund 2500 Mark.