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Gartner-Group-Untersuchung


01.10.1999 - 

E-Business-Projekte scheitern zu 75 Prozent

MÜNCHEN (CW) - 75 Prozent aller E-Business-Projekte scheitern, weil Unternehmen sie zu schlecht planen und unrealistische Erwartungen an die neuen Technologien haben.

Die meisten Firmen, die eine E-Business-Strategie entwickeln, verstehen die neuen Technologien, die hinter Electronic Commerce stehen, überhaupt nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Gartner Group. Gleichzeitig lassen sich solche Firmen aber von den Möglichkeiten blenden, die ihnen ebendiese Technologien zu bieten scheinen. In der Folge vernachlässigen sie dann altmodisch erscheinende Tugenden wie eine gesunde Geschäfts- und Strategieplanung. Die Unternehmensberater der Gartner Group listeten in ihrer Untersuchung fünf Fallen auf, in denen Unternehmen sich verfangen können, wenn sie E-Business-Konzepte implementieren wollen.

Erstens sollten Firmen E-Business als ein Werkzeug verstehen und benutzen, das nicht schon das anzustrebende Ziel darstelle. Vielmehr sei es ein Tool, mit dem sich Strategien mit Inhalten füllen ließen.

Zweitens sollten Firmen beachten, daß E-Business kein Ersatz für ein durchdachtes Projekt-Management ist. Unternehmen sollten sicherstellen, daß es bei ihnen Leute gibt, die das Wesen und die Wirkungsweisen der neuen Technologie verstehen. Wer ein E-Business-Projekt verfolge, solle dies nicht im Hauruck-Verfahren, sondern Schritt für Schritt realisieren. Den Projektfortschritt solle man dabei immer peinlich genau dokumentieren.

Ganz prinzipiell und nicht nur auf die Umsetzung einer E-Business-Strategie gemünzt, raten die Gartner-Berater drittens: Bevor ein Unternehmen irgendeine neue Technologie bei sich einsetzen wolle, müsse es für diese zunächst einmal ein durchdachtes Geschäftsziel entwerfen. Sinnvoll sei es, sich konsequent über neue Geschäftsideen Gedanken zu machen und die zu verwirklichenden Projekte immer wieder an sich verändernde Bedingungen anzupassen. Deshalb sei es ratsam, in Unternehmen Mitarbeiter auszuwählen, die sich auf E-Business-Projekte konzentrieren und auch immer im Blick haben, veraltete Strategien zugunsten von E-Commerce-Aktivitäten auszufiltern.

Wer in seinem Unternehmen ein E-Business-Geschäftsmodell entwickle, solle viertens grundsätzlich auch überlegen, wie mit diesen neuen Technologien neue Kunden und Märkte umworben werden können. Zudem, so die Analysten des Beratungsunternehmens Gartner, sollten Firmen einen der größten Vorteile von E-Business-Strategien nicht aus den Augen verlieren: die Möglichkeit, sehr gut zu planen.

Last, but not least sprechen die Gartner-Berater eine Empfehlung aus, die eher wieder von allgemeiner Gültigkeit zu sein scheint: Man solle auch bei der Beschäftigung mit E-Business-Geschäftsmodellen nie den Wettbewerb außer acht lassen.