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27.08.1999 - 

Manugistics 6 auf Internet-Kurs

E-Chain soll dynamische Lieferkette im Web ermöglichen

MÜNCHEN (CW) - Manugistics mit deutscher Niederlassung in Ratingen hat die gleichnamige Supply-Chain-Lösung in Version 6 vorgestellt. Unter der Bezeichnung "E-Chain" wurde das Upgrade in Richtung Lieferketten-Management via Internet erweitert.

Als E-Chain bezeichnet Manugistics das Verschmelzen von E-Commerce und Supply-Chain-Management (SCM). Dabei geht es einerseits um die Erweiterung traditioneller Logistikketten in Richtung von Communities, in denen mehrere Produzenten, Transportunternehmen und Händler ihre Informationen austauschen können. Andererseits sollen sich diese Planungs- und Lieferprozesse möglichst eng am Endkundenbedarf orientieren. Im Idealfall soll ein Kunde über seine Auftragseingabe einen direkten Einfluß auf Produktions- und Lieferpläne ausüben können. Erste Anwender der E-Chain von Manugistics sind der Bekleidungshersteller Timberland und die US-Tochter von Mitsubishi Motors.

Schlüsselelemente der E-Chain sind auf der Integrationsseite die Produkte "Networks" und "OAI/ Net" (OAI = Open Application Integration). Bei Networks handelt es sich um Tools, mit denen sich die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Planungs-Engines (Bedarf, Material, Lager, Produktion, Transport etc.) einstellen und verwalten läßt. Diese bislang im Intranet einer Logistikkette eingesetzten Werkzeuge öffnen sich laut Hersteller nun für dynamisch zusammengesetzte SCM-Konstrukte im Internet.

Das zweite Integrationsprodukt, OAI/Net, stammt aus der Partnerschaft mit der Firma Oberon, Anbieter im Marktsegment Enterprise Application Integration (EAI), dessen Software "Prospero" Adapter zur Verbindung diverser Back- und Front-Office-Lösungen bereithält. Derart vorkonfigurierte Schnittstellen (Auto-Plug-ins) decken besipielsweise ein Spektrum bestimmter ERP-Produkte ab, so daß sich deren Prozeßdaten ohne größeren Entwicklungsaufwand in eine Supply Chain einbringen lassen.

Eher als funktionale Schnittstelle ist "Real Time ATP+" (ATP = Available to Promise) anzusehen. Über sie kann ein SCM-Beteiligter prüfen, ob das von einem Kunden gewünschte Produkt verfügbar oder produzierbar ist.

Als Neuerung in Manugistics 6 nennt der Hersteller neben den E-Chain-Modulen das Feature "Constraint-based Master Planning". Es ist für Fertigungsunternehmen gedacht, die über mehrere Produktions- und Distributionszentren verfügen. Schließlich steht den Anwendern mit "Viewpoint" unternehmensweit eine Web-fähige Benutzeroberfläche zur Verfügung.