Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

29.10.1999 - 

Hohe Kosten und hohe Risiken für Mittelständler

E-Commerce: Der globale Markt bevorzugt große Unternehmen

MÜNCHEN (CW) - Verkaufen via Web kostet viel Geld und bietet ungewisse Perspektiven. Darunter leiden vor allem kleinere Unternehmen und Newcomer.

Das Internet gilt als Chance gerade für kleine Unternehmen, die via Web weltweit Kunden gewinnen können. Die Analysten der Gartner Group dämpfen jedoch die Hoffnungen von Newcomern. Um aus der unüberschaubaren Menge von Web-Angeboten herauszuragen, müsse der Anbieter mindestens fünf Millionen Dollar investieren. In den USA budgetieren die Unternehmen E-Commerce allerdings nur mit durchschnittlich 2,4 Millionen Dollar.

Nachdenklich stimmen auch die Erkenntnisse von Jupiter Communications. Danach entsteht im Web nur in seltenen Fällen ein neues Geschäftsfeld. 94 Prozent aller Verkäufe im Web wären auch ohne Internet zustande gekommen. Damit beziehen sich die Marktforscher allerdings auf klassische E-Commerce-Angebote wie etwa vom Buch- und CD-Händler Amazon.com. Neuere Modelle wie Application-Services via Web werden nicht berücksichtigt.

Das Internet gilt als Chance gerade für kleine Unternehmen, die via Web weltweit Kunden gewinnen können. Die Analysten der Gartner Group dämpfen jedoch die Hoffnungen von Newcomern. Um aus der unüberschaubaren Menge von Web-Angeboten herauszuragen, müsse der Anbieter mindestens fünf Millionen Dollar investieren. In den USA budgetieren die Unternehmen E-Commerce allerdings nur mit durchschnittlich 2,4 Millionen Dollar.

Nachdenklich stimmen auch die Erkenntnisse von Jupiter Communications. Danach entsteht im Web nur in seltenen Fällen ein neues Geschäftsfeld. 94 Prozent aller Verkäufe im Web wären auch ohne Internet zustande gekommen. Damit beziehen sich die Marktforscher allerdings auf klassische E-Commerce-Angebote wie etwa vom Buch- und CD-Händler Amazon.com. Neuere Modelle wie Application-Services via Web werden nicht berücksichtigt.

Angst vor der Globalisierung

Für problematisch hält die CW-Schwesterpublikation "Infoworld" kurioserweise die Globalisierung des Internet. Aufgrund der hohen Benutzerzahlen in den USA verkaufen die dortigen Internet-Anbieter vor allem auf dem heimischen Markt. Bald jedoch werden die US-User in der Minderzahl sein. Um dann mit den ausländischen Konkurrenten mithalten zu können, müssen vielsprachige Web-Seiten angeboten, ein globaler Lieferservice aufgebaut und verschiedenste Währungen verrechnet werden können. Darauf sind laut "Infoworld" noch nicht sehr viele Web-Händler vorbereitet.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Kundentreue im Web. Wieviel Geld muß ein Anbieter ausgeben, um einen Käufer etwa durch Supportleistungen bei der Stange zu halten? Besteht nicht die Gefahr, daß Surfer, die rund um die Uhr kaufen können, auch rund um die Uhr Hilfestellung erwarten, und das auch dann, wenn die Kunden auf der anderen Seite des Globus sitzen?

Die Beantwortung einer Kundenanfrage kostet laut Gartner Group rund 15 Dollar. Das und die Aufstockung des für Support nötigen Mitarbeiterstabs beziehungsweise die Beauftragung eines externen Dienstleisters können sich große Unternehmen weit eher leisten als kleine Newcomer. Einen Ausweg bietet die Einrichtung Web-basierter Dienstleistungsautomatismen, mit deren Hilfe sich die Servicekosten ebenfalls laut Gartner Group auf einen Dollar je Anfrage drücken lassen.