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23.12.1998 - 

Gastkommentar

E-Commerce:Viel heiße Luft

Rolf Heiler Geschäftsführer von Heiler Software, Stuttgart

Zu den Behauptungen, die man nun wirklich nicht mehr hören kann, gehört die vom "verschlafenen E-Commerce". Goldene Nasen kann man sich beim elektronischen Handel angeblich verdienen - und was macht der deutsche Mittelstand? Schlafen! - zumindest, wenn man ihn durch die Brille der deutschen IT-Branche anschaut.

Wie sehr sich diese Szene auch an den unendlichen "Chancen" der neuen Geschäftssphäre begeistert, außer immer rosigeren Prognosen, die voneinander immerhin um etliche Zehnerpotenzen abweichen (was einen ja auch mal nachdenklich stimmen könnte), liegt wenig Konkretes auf dem Tisch. Zwischendurch erfährt man sogar, daß Lieblinge der Web-Welt wie Amazon.com mit ihrem Angebot seit Jahren Verlust einfahren. Einen ausgeschlafenen Mittelständler wird dergleichen nicht elektrisieren. Um so weniger, als ihm unsere E-Commerce-Experten auf der anderen Seite überraschend konkrete Kosten präsentieren können: für den Provider, die Entwicklung, das Design, die Anbindung, den Zugang, für Web-Space und -Traffic sowie Consulting. Auf ein mittelständisches Unternehmen, das einen virtuellen Shop ja nicht aus reinen Image-Gründen betreiben könnte, wirkt das absolut undurchschaubar.

Mittelständler brauchen Investitionssicherheit: ein fester Grundbetrag, eine monatliche Pauschale - und eine Antwort auf die Frage: Was passiert, wenn keiner in den virtuellen Shop kommt? Warum nicht einen Fixbetrag für den Web-Zugang, und alles weitere hängt davon ab, wie viele Besucher den Shop aufsuchen? Auf so einer Basis ließe sich seriös kalkulieren.

Aber dazu müßten wohl die Leute vom Web ein wenig ausgeschlafener sein. Vielleicht sollte der Mittelstand sie aufwecken.