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Neue Studie der Unicmind.com AG


19.07.2002 - 

E-Learning-Anwender investieren verhalten

MÜNCHEN - Nur wenige Unternehmen rechnen damit, durch E-Learning Kosten zu sparen. Investitionen in diesem Bereich sind daher nicht mehr als ein "Tropfen auf den heißen Stein", wie eine Studie der Unicmind.com feststellt. Von CW-Mitarbeiterin Katja Müller

Noch in der Vorjahresstudie der Göttinger Unicmind.com AG erhofften sich über 60 Prozent der Unternehmen Kostenvorteile durch den Einsatz von E-Learning. In der diesjährigen Erhebung erklärten lediglich 15 Prozent der Firmen, dass sie eine "deutlich messbare Verbesserung des Geschäftserfolges" erwarteten. Für die Studie befragte die von Unicmind.com beauftragte private Fachhochschule Göttingen die 350 größten Unternehmen der deutschen Wirtschaft; 108 davon beteiligten sich an der Erhebung.

Dem Umfrageergebnis entsprechend zurückhaltend finanzierten die Unternehmen E-Learning-Content und -Technologie. Von den 44 Firmen, die die Frage nach Investitionen beantworteten, gaben über die Hälfte an, bis zu 100000 Euro für Online-Schulungen aufgewendet zu haben. Nur etwa jede siebte Firma setzte bereits mehr als eine Million Euro ein. Im Gegensatz zu den Weiterbildungs-, Vertriebs-, und Produktschulungsbudgets seien die Summen in dieser Größenordnung laut Studie "eher ein Tropfen auf den heißen Stein". Die vergleichsweise niedrige Budgetierung könnte auch Einfluss auf die Bezugsquelle von E-Learning-Content haben: Etwa 61 Prozent beziehen überwiegend Standardinhalte, rund ein Drittel lässt sich das Material von einem Dienstleister anfertigen, und knapp 28 Prozent stellen es selbst her.

Für die meisten Verantwortlichen der befragten Unternehmen fällt auch die strategische Relevanz des Online-Lernens eher gering aus. So erklärte lediglich jede vierte Firma, die E-Learning-Thematik in der Unternehmensstrategie schriftlich fixiert zu haben. Die Nutzer der Programme sind zudem vorwiegend Sachbearbeiter und kaufmännische Mitarbeiter (insgesamt 78,7 Prozent). Drei von vier Firmen schulten mit dem E-Learning-Content die mittlere Führungsebene, während sich lediglich rund 42 Prozent der Topmanager am Computer weiterbildeten.

Inhalte werden kaum aktualisiert

Obwohl sich laut Studie aktuelle Darstellungen im web-gestützten Training geradezu anbieten, betreibe dafür nur eins von acht Unternehmen einen "hohen Aufwand". Rund 40 Prozent der befragten Firmen aktualisieren den Content "geringfügig", etwa zwölf Prozent gar nicht. Möglicherweise liegt hier einer der Gründe für die durchschnittliche Bewertung des dargebotenen Programms durch die Befragten: Etwa 60 Prozent gaben dem E-Learning-Content ihrer Firma die Note "Zwei", rund 24 Prozent erteilten ein "Befriedigend", Durchschnitt: 2,3.

Abb: Mehr Geschäftserfolg?

Nur eine Minderheit rechnet mit finanziellen Vorteilen durch E-Learning. Quelle: unicimind.com