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08.02.2002 - 

Universität München stellt Studie vor

E-Learning bringt kaum Fortschritte

MÜNCHEN (CW) - Etwa ein Drittel der deutschen Unternehmen setzt inzwischen elektronische Weiterbildungsmaßnahmen ein. Vor allem die Großen sind sehr aktiv, während kleine Firmen noch Berührungsängste haben. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Innovationsforschung und TechnologieManagement der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Der Verbreitungsgrad von E-Learning ist inzwischen vor allem in den Großunternehmen hoch. Unter den knapp 300 C-Dax-Firmen, die sich an der Studie beteiligten, zeigten sich die Konzerne als Vorreiter, was den Einsatz neuer Lernmedien betrifft. So setzen inzwischen 70 Prozent der Banken und sogar 75 Prozent der Versicherer elektronische Weiterbildungsmaßnahmen ein, auch in der Chemie-Industrie hat E-Learning bereits die traditionelle Präsenzveranstaltung überholt.

Wichtigster Impulsgeber für E-Learning-Maßnahmen ist die Personalabteilung, die in 52 Prozent der Fälle direkt für den Anstoß zur modernen Weiterbildung verantwortlich war. Nur in 24 Prozent der Fälle schlug der Vorstand die Einführung vor. An der endgültigen Entscheidung für den Ersteinsatz des E-Learnings war sogar in 73 Prozent der Fälle die Personalabteilung beteiligt. Die IT-Abteilung beteiligte sich in 58 Prozent der Fälle, der Vorstand wurde bei 46 Prozent der Firmen um sein Einverständnis gebeten.

Die Inhalte, die inzwischen hauptsächlich mit Computer Based Training (CBT) vermittelt werden, sind bei 60 Prozent der Firmen fachspezifischer Natur. Noch häufiger, nämlich in fast 70 Prozent der Fälle, versuchen Unternehmen, die DV-Kompetenz der Mitarbeiter zu erhöhen. Sozialkompetenz und Prozessoptimierung sind dagegen kaum Thema von E-Learning.

Die Mitarbeiter sind mit der elektronischen Fortbildung im Vergleich zu früheren Präsenzveranstaltungen bisher allerdings nur bedingt zufrieden. Eine mittelmäßige Erfolgsquote beim Personal gaben deswegen auch 63 Prozent der Unternehmen an. Nur ein Prozent der Firmen hatte eine sehr unzufriedene Belegschaft, drei Prozent sehr zufriedene Mitarbeiter. 36 Prozent der Unternehmen sehen keine Verbesserung des Lernerfolgs durch E-Learning.

Trotz Kritik werden die Angebote ausgebautDie Etablierung des E-Learnings ist trotzdem unumkehrbar. 73 Prozent der Unternehmen, die bereits auf elektronische Weiterbildung setzen, wollen die Angebote künftig ausbauen. Unter den Firmen, die noch auf traditionelle Veranstaltungen setzen, planen zwölf Prozent den Einsatz elektronischer Fortbildung binnen Jahresfrist.

Diskutiert wird der Einsatz in weiteren 30 Prozent der befragten Unternehmen. Nur sieben Prozent der Befragten lehnen E-Learning generell ab oder haben entsprechende Weiterbildungsprogramme rückgängig gemacht.

Abb: Die Zufriedenheit hält sich in Grenzen

Fast zwei Drittel der befragten Mitarbeiter, die mit E-Learning zu tun hatten, sind nicht besonders begeistert vom neuen Medium. Quelle: LMU München