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05.12.2003 - 

Online-Trainingskurse einfach selbst erstellen

E-Learning-Programme im Eigenbau

MÜNCHEN (CW) - In Zeiten knapper Weiterbildungsbudgets überlegen sich Unternehmen Alternativen zu teuren E-Learning-Kursen. Mit Rapid Content Development Tools und Content Convertern können Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse selbständig netzbasierende Trainingskurse erstellen. Von Ronald Kaiser*

Viele Firmen stehen vor dem gleichen Problem: Wie können sie das vorhandene Fachwissen allen Mitarbeitern mit Fortbildungsbedarf gut aufbereitet zur Verfügung stellen? E-Learning-Kurse könnten eine Lösung sein, wenn didaktische und methodische Kenntnisse vorhanden sind.

Unternehmen, die nach geeigneten Produkten suchen, müssen zahlreiche Probleme lösen. Mitarbeiter benötigen oft lange Einarbeitungszeiten, um mit den heute auf dem Markt verfügbaren Autoren-Tools zu arbeiten, externe Agenturen sind oft teuer. Viele Unternehmen haben deshalb klare Zielvorstellungen, nämlich dass sie Lerninhalte einfach und schnell publizieren können, ohne lange Einarbeitungszeiten und mit geringen Programmierkenntnissen. Darüber hinaus sollten Autorenwerkzeuge und E-Learning-Kurse flexibel sein, sich einfach aktualisieren oder ändern lassen.

Autorenwerkzeuge sind zuerst einmal Softwareprogramme. Bei ihrer Anschaffung müssen die üblichen Kriterien für den Einsatz von Anwendungssoftware berücksichtigt werden. Wer soll damit welche (Lern-)Ziele erreichen? Welche Funktionen sind notwendig? Zusätzlich ergeben sich weitere Fragen zur elektronischen Lernmethode: In welcher Form stehen Lerninhalte und Informationen schon zur Verfügung? Wie viel Material muss neu produziert werden? Sollen multimediale Elemente wie Grafik, Animation, Audio und Video eingebunden werden? Wie sollen die Lerninhalte bereitgestellt werden, als Computer-based Training (CBT) oder als Web-based Training (WBT)? Soll eine Einbindung in ein Learning- Management-System (LMS) erfolgen? Darüber hinaus stellen sich noch weitere Fragen an die Systemvoraussetzung: Wie Multimedia-fähig sind die Rechner der Lernenden? Welche Bandbreiten müssen zur Verfügung stehen, um eine störungsfreie Übertragung zu gewährleisten?

E-Learning-Content-Autorenwerkzeuge lassen sich in fünf Gruppen unterteilen:

- Professionelle Werkzeuge mit integrierter Programmiersprache wie Macromedia Authorware (www.macromedia.com/software/authorware),

- Wysiwyg-HTML-Editoren mit E-Learning-Erweiterung wie Macromedia Dreamweaver MX (www.macromedia.com/software/dreamweaver).

- Autorensysteme der neuen Generation (Rapid Content Development Tools) wie der Dynamic Powertrainer von Dynamic Media (www.dynamicmedia.at),

- Content Converter wie Saxonia Word Conversion der Saxonia Systems AG (www.saxsys.de/conversion/default.asp),

- Live-Recording-Systeme und Screen Movie Recorder, die das Mitschneiden von Präsentationen oder das Aufzeichnen vom Bildschirm ermöglichen.

Die komplexe Macromedia-Software zielt in erster Linie auf den Einsatz in Großunternehmen. Ihr steht die Gruppe der vier letztgenannten Tools gegenüber, mit denen man weniger zeit- und kostenaufwändig arbeiten kann. Sie stellen jedoch lediglich den Anfang einer zukünftigen Entwicklung in Richtung "Rapid E-Learning Content Development"dar.

Viele Unternehmen verfolgen deshalb interessiert die Entwicklung von einfachen und individuell nutzbaren Content Convertern. Gefragt sind Werkzeuge, die einfach, kostengünstig und schnell sind und ein Word- oder Powerpoint-Dokument in eine HTML-Datei umwandeln.

Content Converter richtig nutzen

Um Material aus verschiedenen Quellen mit Hilfe des Autoren-Tools in E-Learning-Kurse zu übertragen, gibt es unter anderem Formatierungsregeln zu beachten. So dienen festgelegte Überschriftenformate als Schnittmarkierungen für Kapitel, die anschließend zu Lernbausteinen zusammengefügt werden. Außerdem sollen diese Tools die Wieder- und Weiterbearbeitung der Lernbausteine ermöglichen, um multimediale Elemente zu integrieren und die Inhalte dadurch attraktiver zu machen. Im Idealfall entsprechen die erstellten Lernelemente E-Learning-Standards wie AICC und SCORM und garantieren damit Plattformunabhängigkeit, Wiederverwendbarkeit und Investitionssicherheit.

Geeignete Werkzeuge stellen Masken und vorgefertigte Navigationsstrukturen zur Verfügung, die Kapitel zusammenfügen und eine Kursstruktur aufbauen. Mit externen HTML-Editoren können die Lernbausteine mit Animationen, Grafiken und Videosequenzen versehen werden. Die fertigen Kurse können dann, unkompliziert auf CD gebrannt, ins Intranet, Extranet oder Internet sowie auf beliebige Web-Server gestellt oder in Lernplattformen eingepflegt werden. (iw)

*Ronald Kaiser leitet E-Learning-Projekte beim Dresdner IT-Systemhaus Saxonia Systems AG.