Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

07.12.2004

E-Learning-Standards nützen allen

Mit einer Tauschbörse für Online-Lerninhalte können Unternehmen Inhalte günstiger einkaufen und Geld sparen.

Wenn ein Unternehmen einen E-Learning-Kurs zu einem bestimmten Thema sucht und kein entsprechendes Angebot findet, lässt es die Inhalte (oft für viel Geld) erstellen. Handelt es sich um Arbeitssicherheit, Umweltschutz oder Sicherheitspolitik, könnten aber auch Standardkurse mit individuellen Anpassungen verwendet werden. Doch ein Austausch von E-Learning-Kursen findet kaum statt, obwohl sich die Kosten um 30 bis 50 Prozent senken ließen. Der Vertrieb von E-Learning-Kursen gehört (noch) nicht zum Kerngeschäft vieler Firmen, doch gerade Bildungsabteilungen in Unternehmen könnten damit neue Einnahmen generieren.

Einen Schritt in diese Richtung haben jetzt die Kunden von X-Pulse unternommen, und ein Content-Forum gegründet. Neben einem kostengünstigen Austausch von Inhalten möchte die Initiative der E-Learning-Anwendern auch Qualitätsstandards definieren. Zur Learntec im Februar 2005 plant das Content-Forum, das Angebot der Öffentlichkeit vorzustellen. Eine Voraussetzung für die Anpassung der Kurse an die Erfordernisse des eignen Unternehmens sind offene XML-Standards.

Bisher spielen technische Hürden in der Diskussion um Online-Lernkurse oft eine wichtigere Rolle als die Qualität der Inhalte. "Fällt der Begriff Standardisierung, klingt das bei vielen Anbietern nach Bedrohung, nicht nach einer Chance. Sie fürchten, dass ihr geistiges Eigentum durch die Auslieferung in offenen E-Learning-Standards schnell zur Open Source wird. Proprietäre Technologie soll vor Nachahmern schützen, trifft aber hauptsächlich den Anwender, der sich durch die Fußangeln kämpfen muss und vom Hersteller abhängig wird, wenn es um Erweiterungen und Anpassungen geht", beschreibt Matthias Schulz, Geschäftsführer der X-Pulse E-Learning GmbH das Problem.

Der rechtliche Rahmen für den Schutz digitaler Inhalte vor Plagiaten ist schon heute klar abgesteckt. Online-Buchhandel und Musikbranche haben Lösungen gefunden (Digital-Rights-Management), die sich auf E-Learning-Kurse übertragen ließen. Auch die EU legt Programme zum Content-Sharing auf. In den USA wurde schon eine Standardisierungsbasis geschaffen. (iw)