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10.01.2003 - 

Trainer-Symposium und Forum über neue Organisationsformen auf der Learntec

E-Learning und virtuelle Unternehmen

MÜNCHEN (CW) - Ein Trainer-Symposium, das neue Anforderungen an Dozenten im Zeitalter von E-Learning thematisiert, und ein Workshop über Lernen und Arbeiten in virtuellen Unternehmen bilden zwei Schwerpunkte auf der Bildungsmesse Learntec in Karlsruhe.

Das erste Trainer-Symposium auf der Learntec am 5. Januar 2002 richtet sich an Verhaltens-, Verkaufs- und IT-Trainer. Zielsetzung der Veranstaltung ist es, sowohl die technischen und methodischen Hürden als auch die "zweite Chance der Didaktik" erkennbar und E-Learning für Trainer handhabbar zu machen. Präsenzseminare und E-Learning erschienen lange Zeit als Gegensatzpaar, wobei Letzteres Ersteres mit seinen Unzulänglichkeiten (Arbeitszeit-, Reise-, Trainerkosten, Wiederholbarkeit) ersetzen können sollte. Gerade aus Trainersicht bot dies keinen besonderen Anreiz, sich mit E-Learning anzufreunden. Dazu kommen Fragen wie: Welche neuen Aufgaben entstehen? Welche Qualifikationen werden benötigt?

Das Trainer-Symposium bietet in Vorträgen und Workshops zu den drei thematischen Schwerpunkten: Seminarkonzeption, Inhaltskonstruktion, Seminarkommunikation aktuelle Informationen über Stand der Technik, didaktische Ansätze und praktische Umsetzung. Die Teilnahmegebühr von 150 Euro schließt einen zweiten Tag zum Besuch der Bildungsmesse Learntec ein, so dass weitere Gespräche mit den Ausstellern geführt werden können.

Programminformationen sind erhältlich unter: www.trainersymposium.de oder bei Lore Reß, info@daten-dokumentation.de.

Ein zweite Veranstaltung am 6. Februar widmet sich dem Thema virtuelle Organisationen. Für Unternehmenskooperationen ist das Modell der virtuellen Organisationen in den letzten zehn Jahren immer wichtiger geworden. Die Möglichkeiten dieser Form der Zusammenarbeit wurden durch die Nutzung neuer Informations- und Kommunikationsmedien stark erweitert. Die Netzwerke eigenständiger Unternehmen, Niederlassungen und Einzelpersonen kooperieren zur Optimierung von Geschäftsprozessen und zur Wahrnehmung von Marktchancen, die der einzelnen Teilorganisation nicht zugänglich wären.

Wegen der großen Flexibilität gelten virtuelle Organisationen vor allen Dingen im Dienstleistungsgeschäft als vielversprechendes Zukunftsmodell. Dabei spielt die Qualität des Know-hows eine besondere Rolle. So ist etwa das Wissen über die Kompetenzen der Kooperationspartner, ihre Arbeitsweisen und Organisationstradition sowohl für das aktuelle operative Geschäft als auch für die gemeinsame Entwicklung neuer Marktangebote wichtig. Aber wie lässt sich dieses Know-how in einem Netzwerk autonomer Akteure, in dem zentralisierte Ansätze nicht funktionieren, teilen? Welche organisatorischen und technischen Lösungen bieten sich an? Wie kann man angemessene gemeinsame Wissens- und Kompetenzentwicklungsprozesse etablieren?

Diesen Fragen stellte sich ein interdisziplinäres Forscherteam des Instituts für Informatik der Universität Bonn, des Fraunhofer-Instituts für angewandte Informationstechnik (FhG-FIT), Sankt Augustin, und des Instituts für Arbeitwissenschaft und Technologie-Management der Universität Stuttgart gemeinsam mit Praktikern aus drei mittelständischen Unternehmensberatungen und der Weiterbildungsabteilung einer großen Krankenversicherung.

Im Rahmen des Förderschwerpunktes "Innovative Dienstleistungen - Kooperationsmanagement und Virtuelle Organisationen" des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt "Olvio - Organisationales Lernen in Virtuellen Organisationen" wurden für diese Fragen Konzepte entwickelt und erprobt. Sie zielen auf die Etablierung wissensbezogener Kooperations- und Lerngruppen ("Knowledge Communities"), auf die Kompetenzentwicklung hinsichtlich neuer netzwerkbezogener Akteursrollen oder auf die Entwicklung neuer Technologien und Infrastrukturen zur Unterstützung wissensbezogener Kooperation ab.

Die Projektpartner werden ihre Ergebnisse im Rahmen des gemeinsam mit dem Zentrum für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau veranstalteten Workshops "Kompetenzentwicklung und Wissens-Management in alten und neuen Organisationsformen" vorstellen.

Kompetenz im Netz

Auf dem Workshop wird zudem erstmals das Buch "Wissen und Lernen in virtuellen Organisationen" (Physica-Verlag, herausgegeben von Peter Mambrey, Volkmar Pipek und Markus Rohde) der Öffentlichkeit vorgestellt, in dem zusätzlich zur Darstellung der besten Projektarbeiten auch weitere Autoren neueste Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet aufbereitet haben. Ansprechpartner ist Volkmar Pipek, Prosec - Projektbereich Mensch-Maschine-Interaktion und Computerunterstützte Gruppenarbeit, Institut für Informatik III, Universität Bonn, Römerstraße 164, 53115 Bonn, E-Mail pipek@cs.uni-bonn.de, Tel. 0228/73-45 03. (hk)