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23.11.2001 - 

Salt AG setzt vor allem auf ASP-Branchenlösungen

E-Logistic richtig beim Wort nehmen

MÜNCHEN (CW) - Wenn man derzeit angesichts der weltweiten Konjunkturflaute von Zukunftsmärkten spricht, wird stets auch der Bereich E-Logistic genannt. Waren von "A" nach "B" zu bringen, ist jedenfalls mehr denn je auch eine Herausforderung für die IT. Mit an vorderster Front der Anbieter sieht sich auch die Würzburger Salt Logistic AG.

Rudi Scheiner, Vorstandsvorsitzender der Salt AG, hat eine Vision namens "177". Demnach soll seine Company - die Zahlenkolonne von rechts nach links gelesen - bis zum Jahr 2007 in sieben europäischen Ländern die Nummer eins im Markt für IT-Logistik-Systeme sein. Ein sehr ambitioniertes Unterfangen, wie der Salt-Chef zugibt, aber seiner Ansicht nach kein unrealistisches Szenario. Rund 880 Milliarden Mark setzten Europas Logistik-Dienstleister derzeit pro Jahr um; gut zehn Prozent davon machen, so Scheiner, IT-Services aus. Damit sind pro forma auch die Wachstumsmöglichkeiten der Salt AG abgesteckt, die im Geschäftsjahr 2000 auf 15 Millionen Mark Umsatz kam, für das laufende Jahr Einnahmen von 25 Millionen Mark ausweisen will - im Fiskaljahr 2003 aber bereits die 100-Millionen-Hürde überspringen möchte.

Die mehr als 150 Mitarbeiter arbeiten derzeit in den drei Geschäftsbereichen Consulting, Produkte und Services. Wobei die Wurzeln der Salt AG eindeutig bei den erstgenannten Aktivitäten angesiedelt sind - nämlich seit 1988 in der EDV-Beratung Dr. Westernacher. 1996 kam es zu einem Management-Buyout einiger Berater und zur Gründung der Salt GmbH, 1996 folgte die Umwandlung zur AG, im vergangenen Jahr schließlich stiegen mit SAP Venture (sieben Prozent), VTC Venture (drei Prozent) und der Holding Internetmediahouse (IMH), die sich mit elf Prozent beteiligt hat, drei Wagnisfinanciers ein, die das ehrgeizige Wachstum absichern sollen.

Größtes Augenmerk richten die Würzburger dabei auf ihren Service "lets move it.de". Den Angaben zufolge handelt es sich hier um Europas erste ASP-Branchenlösung in der Logistik. Das Produkt bietet Speditionen die Möglichkeit, ihre Kernprozesse samt IT-Infrastruktur "ohne Verlust ihrer Logistikkompetenzen" auszulagern.

Im Beratungsgeschäft baut man auf das Standing als SAP-Systemhaus - vor allem bei der Implementierung der R/3-Logistikmodule "LES" und "APO", die bei Bedarf der Kundschaft durch eigene Produkte wie das dezentrale Lagerverwaltungssystem "WLS" ergänzt werden. Apropos Kunden: Zu diesen gehören auch Firmen wie Thiel Logistik, die man eher als Wettbewerber der Salt AG einstufen würde. Doch die Würzburger wollen sich ausschließlich auf E-Logistics konzentrieren und Vorstandschef Scheiner zufolge nicht "die gesamte Logistik-Wertschöpfungskette" abbilden. Man sieht sich eher als "Infrastruktur-Lieferant" und befindet sich dabei im sicher nicht einfachen Wettstreit mit Firmen wie Atoss, Heyde und Deutsche Telekom ("T-Log-Solutions"). (gh)