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02.02.2001 - 

Online-Recruiting/Mittelstand verhält sich noch zurückhaltend

E-Recruitment-Consultant: Nachhilfestunde für Personalexperten

Virtuelle Stellenbörsen sollen Personalreferenten das Leben leichter machen: Sie können vom Schreibtisch aus selbständig ihre Stellenangebote in verschiedenen Jobbörsen verwalten und aktualisieren. Allerdings sehen viele Personaler darin einen erheblichen Mehraufwand - entsprechend skeptisch reagieren sie. Andere wiederum lassen sich beraten. CW-Redakteurin Ingrid Weidner sprach mit E-Recruitment-Consultant Andreas Herrmann über die Online-Suche.

CW: Was macht ein E-Recruitment-Consultant?

Herrmann: Er berät in erster Linie Unternehmen, die sich mit dem Gedanken tragen, online Mitarbeiter zu suchen, und hilft ihnen, erfolgversprechende Strategien einzusetzen. Der erste Schritt ist hierbei in den meisten Fällen eine detaillierte Darstellung, wie virtuelle Jobbörsen funktionieren und was sie leisten.

CW: Was hat Sie an dem von der Jobbörse stellenanzeigen.de neu geschaffenen Job besonders gereizt?

Herrmann: Die Aufgabe des E-Recruiting-Consultant bei stellenanzeigen.de ist sehr vielseitig. Hier kann ich meine mehrjährigen persönlichen Erfahrungen als Personalleiter und aus der Online-Personaldienstleistung einbringen. Für meinen Job ist es wichtig, die Aufgaben und täglichen Probleme der Personaler im Hinblick auf die Personalbeschaffung zu verstehen. Sie müssen zum Teil sehr kurzfristig handeln und schnell neues Personal rekrutieren. Das Internet bietet dafür eine hervorragende Plattform. Gleichzeitig bin ich bei stellenanzeigen.de für das Produkt-Management verantwortlich.

CW: Gibt es heute noch Unternehmen, die Mitarbeiter suchen und das Internet bisher noch nicht nutzen oder gar kennen?

Herrmann: Das ist keine Seltenheit. Während jüngere Personalverantwortliche keine Probleme mit der neuen Form des Recruiting haben, gibt es vor allem bei älteren Kollegen Hemmschwellen und Unsicherheiten. Viele können die Möglichkeiten und Vorteile des neuen Mediums noch nicht realistisch einschätzen. Deshalb haben gerade Firmen, die unsicher sind, bisher die Stellenmärkte im Internet noch nicht genutzt. Genau hier sehe ich einen wesentlichen Ansatzpunkt meiner Beratungstätigkeit.

CW: Welche Fragen hören Sie in Ihren Beratungsgesprächen am häufigsten?

Herrmann: Die wichtigste Frage ist: Was bringt uns das? Gerade kleinere und mittlere Unternehmen sehen in vielen Fällen noch nicht, worin der Mehrwert für sie besteht. Hier besteht noch viel Beratungsbedarf, vor allem wenn man bedenkt, dass es immer schwieriger wird, gute Leute zeitnah für das Unternehmen zu gewinnen.

CW: Wie ist die Jobbörse stellenanzeigen.de auf die Idee gekommen, eine Beratungsdienstleistung in diesem Bereich anzubieten?

Herrmann: Insbesondere auf Anregung unserer Kunden, die sich über die umfassende Beratung bei stellenanzeigen.de positiv geäußert hatten. Unsere Stellenbörse gibt es jetzt seit gut vier Jahren, wir haben hinreichend Erfahrung und wissen, worauf es bei neuen Dienstleistungen ankommt. Beim Recruiting suchen Unternehmen zunehmend nach Alternativen zu den klassischen Methoden der Personalbeschaffung. Dabei wird die Vorauswahl der Bewerber immer stärker nach außen verlagert. Bevor sich Unternehmen zu diesem Schritt entscheiden, müssen sie erst einmal wissen, wie das Ganze funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt.

CW: Welche Aufgaben der klassischen Personalauswahl nehmen Sie den Unternehmen ab?

Herrmann: Neben der Möglichkeit, Stellenanzeigen online zu schalten und über einen E-Mail-Verteiler gezielt Kandidaten mit einer individuell auf das Unternehmen zugeschnittenen E-Mail zu kontaktieren, bieten wir einen speziellen Service namens "Select" an. Über unsere Bewerberdatenbank suchen wir geeignete Kandidaten, übernehmen die Vorauswahl und bringen interessierte Bewerber mit dem Kunden ins Gespräch. Unsere Aufgaben sind Suche und Ansprache von Bewerbern.

CW: Wo liegt der Unterschied zwischen Headhuntern im Netz und Ihrem Angebot?

Herrmann: Unsere Leistungen ergänzen sich optimal mit denen von Headhuntern, wir arbeiten mit vielen eng und erfolgreich zusammen. Viele gewinnen über unseren Service interessante Bewerber für ihre Kunden.

CW: Empfehlen Sie Ihren Kunden nur die eigene Stellenbörse oder erwähnen Sie zumindest die anderen? Als angestellter Berater von stellenanzeigen.de ist Ihr Angebotsspektrum vermutlich nur auf Ihren Arbeitgeber ausgerichtet?

Herrmann: Ich zeige den Unternehmen die Vielfalt der Möglichkeiten im Internet auf. Dabei ist es legitim und durchaus sinnvoll, dass ein Unternehmen bei der Stellenbesetzung mehrere Möglichkeiten nutzt und seine Stellenanzeigen durchaus auch bei Wettbewerbern aus dem Online- und Printbereich schaltet, um einen Marketing-Mix zu nutzen.