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30.06.2000 - 

Wachstum für wen?

E-Services

Im Rahmen ihrer Studie "Electronic Business in Deutschland" befragten die Marktforscher der Meta Group zwischen Oktober und Dezember 1999 insgesamt 1170 Unternehmen zur Planungssituation respektive zur konkreten Rolle von E-Business-Szenarien in ihrer Geschäftsstrategie. Überraschend gaben dabei 64 Prozent der Befragten an, noch keinerlei strategische Planungen für den Einsatz einer E-Business-Plattform zu haben. Auch die restlichen 36 Prozent haben, so die Meta Group, längst noch nicht ihre "E-Business-Hausaufgaben" gemacht. Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis ist das in den einzelnen Branchen unterschiedlich ausgeprägte Problembewusstsein. So könne man - ungeachtet aller auch dort noch existierenden Defizite - Banken und Versicherungen als Vorreiter der E-Business-Entwicklung in Deutschland bezeichnen. Einschlägige Projekte beziehungsweise Planungen hätten dort mit Abstand den größten Reifegrad. Erst dann folgten die Bereiche Medien und Handel, während die Industrie (sowohl prozessorientierte als auch diskrete Fertigung) derzeit noch unter ferner liefen rangiert. Aber auch dort beginne man jetzt allmählich, über die Entwicklung von E-Business-Strategien nachzudenken.

Was auch dringend erforderlich ist, denn nach Ansicht der Meta Group müssen Unternehmen spätestens in drei Jahren eine E-Business-getriebene Geschäfts- und Technologiestrategie entwickelt haben, mit der sie dem Verlust von Marktanteilen an zum Teil neue, aggressive Wettbewerber (im Internet) begegnen können. Entsprechend optimistisch schätzen die Marktforscher den Markt für E-Business-Dienstleistungen ein. Dieser dürfte laut Studie schon in diesem Jahr in Deutschland ein Volumen von rund 1,5 Milliarden Euro erreichen und mittelfristig mit jährlichen Wachstumsraten von 30 Prozent und mehr glänzen.

Allerdings betont die Meta Group in ihrer Analyse auch, dass sich in der einschlägigen Anbieterszene noch keine festen Strukturen etabliert haben. Der Markt befinde sich momentan in einer Konsolidierungsphase, und es werde sich insbesondere in den kommenden zwei Jahren zeigen, welche Produkte und Servicemodelle sich als marktführend herausstellen. Großunternehmen würden dabei eher auf einen "Alles-aus-einer-Hand"-Anbieter zurückgreifen. Deshalb werde es "neue Modelle hinsichtlich Akquisitionen, Partnerschaften und Zusammenarbeit" geben. Damit sprechen die Auguren verklausuliert das aus, was viele andere Experten erwarten: Dass es in diesem Bereich des E-Business zu einem kräftigen Hauen und Stechen kommen wird.