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Branche für den Umbruch noch schlecht gerüstet


22.09.2000 - 

E-Trend läuft Finanzhäusern davon

MÜNCHEN (CW) - Gefahr erkannt, aber noch nicht gebannt: Auf die Folgen des E-Business für ihr Geschäft sind die europäischen Finanzdienstleister unzureichend vorbereitet. Das belegt eine Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little, München.

Die E-Buisness-Konzepte der meisten Banken und Versicherungen sind heute Stückwerk, fand Arthur D. Little bei der Befragung führender europäischer Finanzhäuser heraus. Nur eines von vier Unternehmen verfolge eine umfassende E-Strategie.

Dabei räumt zumindest die Hälfte der Befragten ein, dass das E-Business den Finanzdienstleistungssektor von Grund auf verändern werde. Das zeigt ein Blick auf die neuen Marktteilnehmer: So hat beispielsweise das Logistikunternehmen UPS eine Kapitalgesellschaft gegründet, die Web-basierte Absatz- und Lagerfinanzierung offeriert. Volkswagen und Siemens verknüpfen ihre Produkte mit Finanzierungsangeboten. Auch japanische Konsumgüterproduzenten wie Sony oder Toyota steigen ins E-Banking ein.

Doch im Tagesgeschäft der etablierten Geldhäuser hat sich die verändete Situation kaum niedergeschlagen. "Banken und Versicherungen laufen Gerfahr, zum reinen Abwickler von Transaktionen zu werden, während die Kundenbeziehung von neuen Playern übernommen wird", warnt Gerrit Seidel, bei Arthur D. Little für Finanzdienstleistungen zuständig.

Nachholbedarf sieht Seidel vor allem in puncto strategische Partnerschaften. Finanzportale oder elektronische Marktplätze "rund ums Geld" seien Mangelware. Für den Geschäftserfolg eines Unternehmen sei künftig entscheidend, ob es Internet- und Fililalstrategie aufeinander abgestimmt habe, eine geeignete Partnering-Strategie fahre und mit Hilfe neuer Geschäftsmodelle den Kundennutzen erhöhe.