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27.07.2006 - 

Buzzword

EAM: Management statt Modellierung

Ulrich Kalex 

Enterprise Architecture Modelling - so wird das Kürzel EAM vielfach heute noch aufgelöst. Das heißt: Trotz immer komplexer werdender IT-Landschaften ist es in vielen Unternehmen gängige Praxis, die IT-Architektur durch Diagramme oder Modellierungen abzubilden. Das kann eigentlich nur schief gehen: Eine solche Modellierung liefert immer eine Momentaufnahme; schon nach kürzester Zeit ist sie veraltet. Außerdem werden wesentliche Zusammenhänge auf diese Weise gar nicht erst erfasst, und wichtige Inhalte sind nicht verfügbar - jedenfalls nicht durchgängig und unmittelbar. Deshalb ermöglicht ein solches EAM keine prozessgestützte kontinuierliche Planung.

EAM in der Praxis

Zum Thema "Enterprise Architecture Management" veranstaltet die COMPUTERWOCHE am 10. Oktober ein "Executive Program" in Frankfurt am Main. Weitere Informationen und ein Anmeldungsformular finden Sie unter www.computerwoche.de/eam.

IT-Aktivitäten werden heute danach beurteilt, wie sie künftig die Geschäftsstrategie unterstützen. Folglich muss die IT nach strukturellen und finanziellen Gesichtspunkten geplant werden. Und deshalb sollten sich die Unternehmen hinsichtlich ihrer IT-Architektur vom überkommenen Modellling-Ansatz lösen und statt dessen ein Enterprise-Architecture-Management betreiben, das komplexe IT-Systeme im unternehmerischen Kontext abbildet und nach unterschiedlichen Gesichtspunkten strukturiert - etwa nach Geschäftszielen, Prozessunterstützung, verarbeiteten Informationen oder technischem Aufbau.

Aber auch hier besteht die Gefahr des Scheiterns - namentlich dann, wenn keine aktuellen, qualitativ belastbaren Daten über die bestehende und geplante IT-Landschaft vorhanden sind. Als Steuerungsinstrument wird EAM außerdem erst dann wirksam, wenn es in eine integrierte Planung eingebunden ist. Last, but not least muss sich EAM als Management-Aufgabe etablierten.

Von Dr. Ulrich Kalex, Vice President Product Line Management bei der Alfabet AG, Berlin.