29.02.2012 - 

Weitere "Amazonisierung"

Ebay ändert sein Bezahlsystem

Ab Sommer 2012 werden alle Bezahlvorgänge auf Ebay direkt durch Ebay abgewickelt. Dies kündigte der Plattformbetreiber nun im Rahmen seines regelmäßigen Seller-Updates an. Bisher wird die Bezahlung eines auf Ebay erworbenen Artikels noch zwischen Käufer und Verkäufer ausgehandelt und erfolgt zumeist per Überweisung, Nachnahme oder den Ebay-Bezahldienst Paypal. Der vor zwei Jahren eingeführte Käuferschutz gilt dabei nur bei Paypal-Zahlungen. Ab Sommer 2012 sollen nun Käufer an Ebay zahlen und zahlt Ebay die Verkäufer aus. Kunden können dabei zwischen Banküberweisung, PayPal, Zahlung per Kreditkarte oder Lastschrift sowie dem Zahlungsdienstleister Skrill (früher Moneybookers) wählen. Ist das Geld bei Ebay eingegangen, wird der Verkäufer von Ebay darüber informiert und aufgefordert, den Artikel zu verschicken. Wurde der Artikel vom Verkäufer verschickt und in Mein Ebay als verschickt markiert, wird Ebay den Verkäufer auszahlen. Die Verkäufer können dabei wählen, ob die Auszahlung auf ihr Bank- oder ihr Paypal-Konto erfolgen soll. Sie erhalten dann ihr Geld gemäß der für sie geltenden Auszahlungsfrist. Nach Angabe von Ebay sollen die meisten gewerblichen Verkäufer mit der neuen Bezahlabwicklung ihr Geld nach einem Tag erhalten.
Ein Schaubild verdeutlicht das neue Bezahlmodell von Ebay
Ein Schaubild verdeutlicht das neue Bezahlmodell von Ebay

Ab Sommer 2012 werden alle Bezahlvorgänge auf Ebay direkt durch Ebay abgewickelt. Dies kündigte der Plattformbetreiber nun im Rahmen seines regelmäßigen Seller-Updates an. Bisher wird die Bezahlung eines auf Ebay erworbenen Artikels noch zwischen Käufer und Verkäufer ausgehandelt und erfolgt zumeist per Überweisung, Nachnahme oder den Ebay-Bezahldienst Paypal. Der vor zwei Jahren eingeführte Käuferschutz gilt dabei nur bei Paypal-Zahlungen.

Ab Sommer 2012 sollen nun Käufer direkt an Ebay zahlen und Ebay zahlt die Verkäufer aus. Kunden können dabei zwischen Banküberweisung, PayPal, Zahlung per Kreditkarte oder Lastschrift sowie dem Zahlungsdienstleister Skrill (früher Moneybookers) wählen. Ist das Geld bei Ebay eingegangen, wird der Verkäufer von Ebay darüber informiert und aufgefordert, den Artikel zu verschicken. Wurde der Artikel vom Verkäufer verschickt und in Mein Ebay als verschickt markiert (Eingabe der Sendungsnummer), wird Ebay den Verkäufer auszahlen.

Die Verkäufer können dabei wählen, ob die Auszahlung auf ihr Bank- oder ihr Paypal-Konto erfolgen soll. Sie erhalten dann ihr Geld gemäß der für sie geltenden Auszahlungsfrist. Nach Angabe von Ebay sollen die meisten gewerblichen Verkäufer mit der neuen Bezahlabwicklung ihr Geld nach einem Tag erhalten. Bei privaten Verkäufern soll diese Frist bei sieben Tagen liegen.

Die Überarbeitung des Bezahlsystems stellt einen weiteren Schritt bei der bereits seit einigen Jahren betriebenen Professionalisierung – und damit auch "Amazon-isierung" – von Ebay dar. Wie das Unternehmen erklärt, zielt die Maßnahme darauf ab, den Käufern noch größeren Schutz und mehr Konsistenz beim Handel auf dem Ebay-Marktplatz zu bieten. Durch die Bezahlung an Ebay würden die Käufer unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode voll abgesichert. Erhalte ein Käufer einen Artikel trotz Bezahlung an Ebay nicht oder weiche der Artikel erheblich von der Artikelbeschreibung ab, werde der Kaufpreis für fast jeden Artikel unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode inklusive Versandkosten von Ebay zurückerstattet.

Höhere Gebühren für Verkäufer

Was für den Kunden somit ein höheres Maß an Sicherheit und Bequemlichkeit bedeutet, dürfte von vielen Ebay-Händlern skeptisch betrachtet werden. Zumal mit der Einführung des neuen Bezahlsystems auch eine Änderung der Gebührenstruktur einhergeht. So werden die Gebühren für Anbieter von Bezahlsystemen – auch Paypal – wegfallen. Stattdessen berechnet Ebay für die Zahlungsabwicklung einheitlich eine zusätzliche Provision von 2 Prozent.

Ab 3. Mai verändert Ebay zudem die Berechnung der Verkaufsprovision und erhebt anstelle gestaffelter Provisionen künftig einen einheitlichen Satz. Im Technik-Bereich wird dieser bei 5 Prozent liegen und das Verkaufen über Ebay in vielen Fällen teurer machen. So beträgt die Verkaufsprovision hier bisher zwar bei Waren mit einem Wert bis 50 Euro noch 7 Prozent, sinkt bei höherpreisigen Artikeln aber deutlich unter die 5-Prozent-Marke.

Weitere Neuerungen bei Ebay betreffen den Schutz vor ungerechtfertigten Käuferbewertungen sowie gewerbliche Verkäuferprofile. Einen Überblick über das Spring-Update von Ebay gibt es hier. (mh)

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