Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

26.11.2007 - 

Stimme aus dem Handel

eBay ist die Konkurrenz keine Alternative

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 

Der große Unterschied zwischen Amazon und eBay als Einkaufsquelle für den Handel liegt eindeutig in der Herkunftsbestimmung der Ware. Während bei Amazon entweder direkt geliefert wird oder über nachprüfbare Vertrags-händler, ist es bei eBay völlig unklar, ob die Ware aus einem Einbruch, einem Versicherungsbetrug bei Speditionen, einem Konkursaufkauf oder sonstwoher stammt. Sicherlich sind die kommerziellen Händler geoutet, aber was hilft das bei einem Streitfall?

Ein anderer Punkt sind die Lieferfristen. Ich möchte mich nicht von eBay-Zockern abhängig machen, wann und ob überhaupt geliefert wird. Wer seinen Kunden Waren aus eBay-Deals verkauft, handelt meiner Meinung nach zumindest fahrlässig. Dass das Zocken um Direktverkäufe von den eingesessenen Versandhäusern mit Argwohn betrachtet wird, ist verständlich. Aber auch die haben eher in Amazon einen Wettbewerber als in eBay.

Der Ruf einer Einkaufsquelle wird immer wichtiger. Quelle, Karstadt und Co. haben diesen guten Leumund, die Zockerportale sind da eher der Hinterhof. Selbst seriöse Blätter versuchen inzwischen mit Online-Auktionen den Sperrmüll ihrer Klienten zu veräußern mit eher mäßigem Erfolg.

Vielleicht ist mit den immer knapper werdenden privaten Budgets der Massen, mit der Bloßstellung der Geiz-ist-geil-Lüge und der Rückbesinnung zu Werten wie Qualität und Zuverlässigkeit eine Sättigung der Online-Marktplätze erreicht?

Billiger als aus dubiosen Internetquellen zu beziehen kann man derzeit wirklich nicht. Insofern stört mich weder die neue Abmahnwelle für eBay-Dealer noch die wachsende Zahl "professioneller" Anbieter. Internetverkauf ist für den seriösen Fachhändler in Deutschland schlicht uninteressant.

Mein Fazit: Vielleicht könnte mal jemand die mit unseriösen Angeboten gespickten Preisvergleichsportale abmahnen oder die "Großhändler" und Hersteller mit Endkunden-Shops. Das würde mich richtig freuen!

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.