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23.07.1982 - 

IBM unterstützt medizinische Forschung:

Echo von der Magenwand

Wien (eks) - IBM unterstützt ein Internationales medizinisches Forschungsprojekt auf dem Gebiet der Ultraschalldiagnose. Ziel ist ein System, in dem Bildschirmverarbeitungssoftware und grafische Darstellungsmethoden vom behandelnden Arzt jederzeit leicht gehandhabt werden können.

Mit Hilfe von Computern können Ultraschallaufzeichnungen analysiert und damit mehr Information über die Struktur des untersuchten Organs gewonnen werden. Die dabei verwendeten mathematischen Verfahren sind praktisch die gleichen wie bei der sogenannten Bildverbesserung von Luft- oder Satellitenaufnahmen. Auf dem Gebiet der Ultraschalldiagnose wurden sie bis jetzt jedoch kaum angewandt. Die medizinische Forschung hofft auf diese Weise Gewebeerkrankungen (Tumore, Entzündungen etc.) leichter erkennen und lokalisieren zu können.

Partner des Forschungsprojektes sind die IBM Österreich, das Scientific Center der IBM in Israel, Kliniken in Israel und das Institut für medizinische Computerwissenschaften an der Uni Wien. Die Beiträge der IBM sind die teilweise Stellung von Maschinen und Fachwissen. So erhielt das Wiener Institut als kostenlose Leihgabe einen Computer IBM Serie/ 1, einen Ramtec-Grauton-Bildschirm, ein Farbbildschirmgerät und einen sogenannten "Research Signal Processor" (RSP). Dies ist ein Spezialcomputer mit einfachem Befehlsvorrat, der Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6,5 Mio. Bytes pro Sekunde aufnehmen und abgehen kann. Seine maximale Instruktionsgeschwindigkeit beträgt 6,5 MIPS. Diese enorme Geschwindigkeit wird durch eine Pipeline-Architektur erreicht, bei der vier Instruktionen überlappt verarbeitet werden. Der RSP ist ein Produkt der IBM-Grundlagenforschung.

Das System IBM Serie/1 steuert die gesamte Anlage. Die im Ultraschallempfänger eintreffenden Echos werden digitalisiert, im RSP gespeichert und vorverarbeitet. Anschließend werden diese Daten in den Speicher des Ramtec-Systems (Kapazität 512 x 512 x 16 Bit) geladen und von dort an die S/1 übermittelt, wo sie weiter analysiert und mittels Grafik-SW auf den verschiedenen Bildschirmen des Ramtec-Systems dargestellt werden.

Informationen: IBM-Österreich, 1020 Wien, IBM-Haus, Dr. Feltl, Telefon: 26 10-0